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Seit 23 Jahren AWG-Hauswart : Mit Fahrrad und Rasenmäher unterwegs

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Karl-Heinz Grempler, Hauswart bei der Allgemeinen Wohnungsbau-Genossenschaft Güstrow-Parchim, feiert heute seinen 60. Geburtstag

Seit 23 Jahren ist Karl-Heinz Grempler, der heute seinen 60. Geburtstag feiert, für die Allgemeine Wohnungsbau-Genossenschaft (AWG) Güstrow-Parchim und Umgebung als Hauswart tätig. Zu seinen Aufgaben gehört die Betreuung von zirka 600 Wohnungen. Kleinere Reparaturen führt er selbst aus, für größere löst er Aufträge von Fachfirmen aus. Vor allem aber sind die Außenbereiche sein Revier. An manchen Tagen mäht er bis zu 10 000 Quadratmeter Rasenfläche. Dazu kommt die Pflege von Rabatten, das Schneiden von Sträuchern oder das Sauberhalten der Müllsammelstellen.

Die Arbeit im Freien schätzt der 60-Jährige am meisten. „Im Schnitt bin ich acht bis zehn Stunden an der frischen Luft“, bestätigt er. Auch privat ist „Kalle“, wie ihn Kollegen und Freunde nennen, viel mit dem Fahrrad unterwegs. Der Drahtesel ist für ihn unerlässlich im Dienst. Und dabei schwört er auf sein Zweirad Marke „Diamant“. Als er 1993 bei der AWG anfing, sollte er ein Dienstfahrrad bekommen, ein modernes, technisch hochwertiges, wie es die Wende in die Fahrradläden gespült hatte. Aber Grempler blieb bei seinem Fahrrad. „Ich muss es auch mal schnell reparieren können, das ist bei den neuen oft nicht so einfach möglich“, begründet er sein Vertrauen zu seinem Drahtesel.

Apropos Arbeitsstart bei der AWG. Als sich der gelernte Bautischler, der 19 Jahre in den Güstrower Türenwerken gearbeitet hatte, bei der Genossenschaft bewarb, hätte ihn fast der Mut verlassen. Über 40 Bewerber hatten sich damals für die zwei Hauswartstellen interessiert. Und als Grempler den Zuschlag bekam und die Arbeit aufnahm, kam der nächste Schreck. „Ich war für ein sehr großes Gebiet mit genau 911 Wohnungen zuständig und hatte am Anfang mächtigen Bammel, dass ich das alles schaffe“, räumt er ein. Inzwischen arbeitet er in einem Team von fünf Kollegen, das für den Bereich Südstadt zuständig ist.

Gesehen und erlebt hat Grempler jeden Tag, wie die AWG unter den Bedingungen der sozialen Marktwirtschaft zurechtkam. „Die Genossenschaft hat weit über 95 Prozent ihrer Gebäude saniert. Wir haben auch neu gebaut, um Kunden zu interessieren, die individuell gestaltete Wohnungen suchen. Und ich schätze besonders, dass sich die Genossenschaft nicht auf Erreichtem ausruht, sondern sich immer neuen Herausforderungen stellt“, sagt er.

An seinem Geburtstag geht es heute Morgen nach Warnemünde. Am Nachmittag steht der Besuch des chinesischen Staatszirkus in der Rostocker Stadthalle auf dem Programm. „Die machen wirklich hohe Kunst. Ich freue mich, die Artisten jetzt live zu erleben“, ist der Jubilar voller Vorfreude.  

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