20 fragen : Mit Enkeln Welt neu entdecken

Annette Bernstein an einem ihrer Lieblingsorte: in der Stadtbibliothek
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Annette Bernstein an einem ihrer Lieblingsorte: in der Stadtbibliothek

Die 20 Sonnabend-Fragen beantwortet Annette Bernstein, Leiterin der Stadtbibliothek Krakow am See

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05. Juli 2014, 06:00 Uhr

Annette Bernstein, geborene Lübstorf, kam 1964 in Güstrow zur Welt und besuchte in Dettmannsdorf die Fritz-Reuter-Schule. Danach lernte sie in Bad Doberan Forstfacharbeiterin/Mechanisatorin mit Abitur und arbeitete zwei Jahre im Beruf. Von 1985 bis 1988 studierte Annette Bernstein in Leipzig Bibliothekswissenschaften und wurde Diplombibliothekarin. 1988 zog sie nach Krakow am See und seit 1989 leitet sie die Stadtbibliothek. Annette Bernstein ist Gründungsmitglied des Kulturvereins „Alte Synagoge“ und seit 1995 im Vorstand. Im Sportverein Krakow am See macht sie in der Frauensportgruppe und in der Sektion Volleyball mit. Sie hat einen Sohn, der in Hamburg lebt und arbeitet, ihre Tochter besucht die 7. Klasse des Brinckmangymnasiums Güstrow.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Bernstein: Auf einem Steg am Krakower See, zum Lesen, Ausruhen, Beine und Seele baumeln lassen.
Was würden Sie als Bürgermeisterin in Ihrem Wohnort sofort ändern?

Ich würde mich sofort bemühen, dass die Geschwindigkeit auf der B 103 von 70 auf 50 km/h für die gesamte Ortsdurchfahrt herabgesetzt wird und ich würde die Papierkorbdichte in der Stadt erhöhen.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Im kulturellen Zentrum der Stadt, in der Alten Schule mit Bibliothek, Heimatstube und Stadtarchiv, die ich mit betreue, und in der Alten Synagoge, Sitz des Kulturvereins.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
In den Herbstferien zu Schulzeiten haben wir bei Goldewin Kartoffeln gesammelt.
Wofür haben Sie es ausgegeben?

Für eine Musikkassette von Karat und einen Lippenstift der Marke Sküs.
Was würden Sie gerne können?

Ich würde gern ein Musikinstrument spielen können.
Was stört Sie an anderen?

Mich stört vor allem Unzuverlässigkeit, Unpünktlichkeit und Vorurteile an anderen. An meinen eigenen diplomatischen Fähigkeiten arbeite ich noch.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Bei Gesellschaftsspielen mit der Familie am Ostersonntag, da haben wir Tränen gelacht.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?

Kürzlich habe ich zu viel gute belgische Schokolade gegessen.
Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?

Meine Oma väterlicherseits. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand sie mit vier Kindern allein da, vor dem Nichts, und sie hat es geschafft, die Kinder groß zu machen und ihr eigenes Leben zu meistern. Bis ins hohe Alter war sie an allem interessiert, aktiv und munter.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Zu viel Glück“ von Alice Munro, Literaturnobelpreisträgerin 2013.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Gerne schaue ich die NDR- Talkshow, die meistens mit einer sehr guten Gästeliste besetzt ist.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Eher bei einer Karnevalsfeier oder Tanzveranstaltung.
Wen würden Sie gerne mal treffen?

Mit Jürgen Klopp würde ich gerne mal über dies und das plaudern.
Wenn Sie kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?

Ich koche gern Mecklenburger Gerichte, Ente (mit Backpflaumen gefüllt), Kohlroulade, gebratene Heringe, Dorsch... Zum fremdländische Essen gehe ich lieber ins Restaurant, in der Hoffnung, dass die Köche ihr Handwerk verstehen.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

Das war 1995 bei dem Marius- Müller-Westernhagen-Konzert im Leipziger Zentralstadion bei dem Lied„Freiheit“.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Das schönste Geschenk in diesem Jahr war meine Geburtstagsfeier mit Familie und allen Freunden aus Kinder-, Jugend- und heutiger Zeit. Danke, dass ihr euch alle Zeit genommen habt mitzufeiern!
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ein Traum wäre mit dem Motorrad durch die kanadischen Rocky Mountains zu fahren.
Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentnerin?
Bisschen Zeit ist ja noch, aber dann: Saxofon lernen, Spanisch für Anfänger, viel in der Natur sein, reisen, eventuell bekomme ich Enkelkinder – mit ihnen dann die Welt nochmal entdecken.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?

Dr. Barbara Milutinovic. Sie denkt, handelt und lebt humanistisch.













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