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Amt Güstrow-Land : Mit der Kamera den perfekten Moment treffen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Hans Pölkow zeigt eine neuen Fotoausstellung im Amt Güstrow-Land.

Seit gestern zeigt Hans Pölkow Porträts, Landschaften, Stillleben und Akte im Gebäude des Amtes Güstrow-Land in der Haselstraße. Es ist mittlerweile die achte Ausstellung in der Barlachstadt von dem „Meister der Lichtkunst“, wie der langjährige Kritiker und Fotograf auch betitelt wird. In der jetzigen Schau ist einiges Neues zu sehen. „Ich wollte zeigen, was in den letzten Ausstellung nicht zu sehen war“, erklärt Hans Pölkow. Dabei präsentiert er einen Querschnitt durch seine Hauptarbeitsgebiete, der Musik ebenso wie der Bildenden Künste. Bis Ende September sind seine Fotografien hier zu sehen.

An erster Stelle der Ausstellung steht ein Foto seiner Großmutter. „Ich bin sehr froh, dass ich sie damals noch besucht habe und dass mir dieses Foto gelungen ist“, sagte er während der gestrigen Eröffnung. Da war der heute 81-Jährige gerade mal 16 Jahre alt. Erst Jahre später erhielt er seine erste Kleinbildkamera und fotografierte schon damals lieber Menschen. „Dabei kam es mir nicht darauf an, was die Menschen sind, sondern wie sie sind“, fügte er hinzu. Und genau so natürlich wie sie wirklich waren, wollte er sie auf einem Foto festhalten. Mit natürlichem Licht setzte er Dirigenten und Sänger aber auch Schauspieler und die Grafikerin Christin Wilcken in Szene. Das Licht vermittle nicht nur die Bildinformationen, sondern auch die emotionale Qualität, so Pölkow.

Immer wieder begeistern die schwarz-weiß-Fotografien die Besucher. „Wie Hans Pölkow mit dem Auge schnell das Motiv erfasst und genau den Moment trifft, um den Menschen zu zeigen, ist enorm“, lobt Hubert Dübner aus Güstrow, der selbst 50 Jahre fotografiert hat.

Zu jedem seiner Fotos kann der Fotograf eine eigene Geschichte erzählen. Dort, wo keine Menschen zu sehen sind, wird der naturnahe Mensch Hans Pölkow sichtbar, der gern bildhaften „Sensationen“ in der Landschaft nachspürt.

Hans Pölkow zählt zu den beeindruckendsten Fotografen überhaupt: er ist freischaffender Publizist, Kulturjournalist, Kritiker und Fotograf. Über vier Jahrzehnte arbeitete er in Berlin für Tageszeitungen, Illustrierte, Buchverlage, Museen, Galerien und für den Rundfunk. 2002 siedelte Hans Pölkow von Berlin nach Mecklenburg über. Sarmstorf wurde seine neue Wahlheimat und Arbeitsstätte. Die Städtische Galerie Wollhalle in Güstrow widmete dem Künstler im Jahr 2015 aus Anlass seines 80. Geburtstages eine Retrospektive. Hans Pölkow wurde 1935 in Rostock geboren. Von 1956 bis 1961 studierte er Kunstgeschichte und Theaterwissenschaften an den Universitäten in Rostock und Berlin.

 

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