Wildpark Güstrow : Mit den Fischen auf Augenhöhe

Gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) und Mama Juliane Schmiel traute sich auch die dreijährige Clara aus Güstrow die Fische im neuen „Gläsernen Bachlauf“ des Wildparks zu füttern.  Fotos: Caroline Weissert
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Gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) und Mama Juliane Schmiel traute sich auch die dreijährige Clara aus Güstrow die Fische im neuen „Gläsernen Bachlauf“ des Wildparks zu füttern. Fotos: Caroline Weissert

Von der Ideenfindung zur Fertigstellung sind drei Jahre vergangen – nun wurde der „Gläserne Bachlauf“ im Wildpark MV eingeweiht.

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18. März 2016, 20:45 Uhr

Der Güstrower Wildpark MV ist wieder um eine Attraktion reicher. Heute wurde gemeinsam mit Mitarbeitern und Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Tourismus der „Gläserne Bachlauf“ im Umweltbildungszentrum des Parks eingeweiht. Wildpark-Chef Klaus Tuscher versprach den Gästen gleichzeitig noch viele weitere Ideen für die Zukunft.

Mit Blick auf die gegenwärtige kommunalpolitische Debatte um die Investitionen in den Park, verwies Stadtpräsident Torsten Renz (CDU) auf die Präsenz zahlreicher Stadtvertreter bei der Veranstaltung. „Dass rund 50 Prozent unserer Stadtvertreter hier sind, freut mich ganz persönlich“, sagte Renz und fügte hinzu: „Das zeigt unsere Verbundenheit mit dem Wildpark.“ Zudem versicherte der Stadtpräsident dem Wildparkgeschäftsführer: „Die Stadtvertretung haben sie an ihrer Seite.“

Bürgermeister Arne Schuldt lobte indes die Arbeit der Mitarbeiter und hob die jüngste Auszeichnung des Wildparks als „Leuchtturm der Tourismuswirtschaft“ hervor. „Das ist ein Ritterschlag für den Wildpark, seine Mitarbeiter und seine Tiere – darauf können wir stolz sein“, sagte Schuldt.

Gefördert wurde der „Gläserne Bachlauf“ im Rahmen des Förderprogramms „Leader alternativ“ mit einer Summe in Höhe von 342 000 Euro, die über das Landwirtschaftsministerium zur Verfügung gestellt wurden. „Seit 2005 hat das Land MV 15 Projekte ins Zoos und zoologischen Einrichtungen mit rund 52 Millionen Euro bezuschusst“, erklärte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) in seinem Grußwort und ergänzt in Richtung des Wildparkchefs: „Sie und ihr Team haben hier ganz schön was abgezweigt.“

Der neugestaltete „Gläserne Bachlauf“ steht symbolisch für den Weg des Wassers von der Quelle bis zum Fluss. Ständig laufen nun 21 500 Liter frisches Wasser aus den Außenanlagen durch das Umweltbildungszentrum. In den acht einzelnen Themenaquarien können gegenwärtig 30 verschiedene Arten beobachtet werden. „Als 31. Art wird demnächst noch der Schlammpeitzger in den Bachlauf einziehen“, verrät Biologin Josefine Vater, die sich für den Fischbestand und die Wasserbereiche verantwortlich zeichnet. „Das alles in seiner Entstehung mitzuerleben ist wirklich toll“, erklärt Vater, die mit dem Bachlauf auch das erste große Projekt ihrer beruflichen Laufbahn betreut. „Die Fische sind mir schon sehr ans Herz gewachsen“, sagt sie.

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