Schloss Güstrow : Mit den Augen des Fotografen

Hans Pölkow spricht vor einem Meerbild von Kay Zimmermann über Strukturen in der Fotografie.
Hans Pölkow spricht vor einem Meerbild von Kay Zimmermann über Strukturen in der Fotografie.

Neue Ausstellung im Güstrower Schloss zeigt Fotografien / Der Fotograf Hans Pölkow führte durch die Präsentation

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09. März 2015, 04:00 Uhr

Rund ein Dutzend Frauen und Männer scharrten sich am Sonnabend um den Kulturjournalisten und Fotografen Hans Pölkow. Wer, wenn nicht er, wäre besser geeignet für eine erste Führung durch die neue Ausstellung im Schloss: Investition Kunst. Fotografien aus der Kunstsammlung des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Gezeigt werden Farbfotografien im Wirtschaftsgebäude und Schwarz-Weiß-Fotografien in der Kleine Galerie des Schlosses. Die Ausstellung zeigt 60 Werke von 16 Künstlern und präsentiert somit einen repräsentativen Überblick über das fotokünstlerische Schaffen in MV.

Vor einem Porträt der Malerin Kate Diehn-Bitt in ihrer Rostocker Atelierwohnung erzählt Hans Pölkow etwas von dem besonderen Blick des Fotografen auf das Licht. „Licht ist Träger der emotionalen Qualität“, betont Pölkow, der erst kürzlich seinen 80. Geburtstag feierte. Das Fotografieren sei eine Schule des Sehens hören die Teilnehmer der Führung. Sie erfahren etwas von streng gebauten Fotos, die Dinge zeigen, die man sonst kaum wahrnimmt, und davon, wie man diese gekonnt in den Blick rückt. Die Schönheit in der Wirklichkeit aufspüren, formuliert Pölkow, selbst Aussteller, die Aufgabe des Fotografen. Vor einem Frauenporträt, aufgenommen von einem unbekannten Fotografen, erfahren die Zuhören, dass es hier die ovale Form – Hut, Gesicht, Halsausschnitt – ist, die den Betrachter beeindruckt.

Kay Zimmermanns Fotos vom Meer veranlassen den Fotografen Pölkow über Bildstrukturen zu sprechen und vor den geheimnisvollen Camera-Obscura-Aufnahmen von Volkmar Herre zieht er den Vergleich zu Bildern von Caspar David Friedrich und der deutschen Romantik. Und, und, und.

Gelegenheit zu einem weiteren Ausstellungsrundgang mit dem Fotografen Hans Pölkow wird am 17. Mai, dem internationalen Museumstag, wieder um 14 Uhr sein. Unter dem Thema „Rostock und Rom“ spricht am Sonnabend, 9. Mai, 14 Uhr, der Fotograf Gerhard Weber über seine Arbeiten. Zum Abschluss der Ausstellung spricht Prof. Knut Wolfgang Maron am Sonntag, 31. Mai, 14 Uhr, über die neue Subjektivität in der Fotografie. Er konzentriert sich dabei auf seine Arbeiten und die seiner Schüler Marc Grümmert, Tim Kellner, Stefan Kratz und Janet Zeugner. 

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