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Wildpark Güstrow : Mit dem Wels auf Tuchfühlung

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wildpark Güstrow: Ein Meter langer Fisch zog heute vom großen Schaubecken in neue Gläserne Fischtreppe um

von
erstellt am 08.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Großer Umzug heute im Güstrower Wildpark: Ein ca. ein Meter langer Wels wurde aus dem großen Schaubecken am Aqua-Tunnel in die neue Gläserne Fischtreppe umgesetzt. Das hört sich einfach an, ist es aber nicht. Biologin und Taucherin Josefine Vater musste den Wels im großen Schaubecken erst einmal aufspüren. Das klappte im zweiten Anlauf. Mit Hilfe des Fischers Werner Loch aus Hohen Sprenz wurde der Fisch dann unter Wasser mit einem Stromimpuls betäubt. „Dabei ist äußerste Vorsicht geboten, damit Menschen und Tiere unversehrt bleiben“, sagt die Biologin. Anschließend ging alles sehr schnell. Der benommene Wels wurde ohne Probleme in sein neues Becken am Eingang des Wildparks gesetzt.

Zwei Welse befinden sich bereits in der neu angelegten Gläsernen Fischtreppe. „Dort haben sie ein eigenes großes Becken und sind besser für die Parkbesucher sichtbar“, sagt Wildpark-Leiter Klaus Tuscher. Für die neue Saison 2016 ist eine gezielte Fütterung dieser bis über zwei Meter groß werdenden Fische geplant. Biologin Josefine Vater schwärmte gestern nach ihrem Tauchgang: „Der Wels ist wirklich ein großes und wunderschönes Tier. Toll, ihn so aus der Nähe und außerhalb des Wasser zu sehen.“


Minister weiht „Gigantum“ ein


Ein vierter Wels wird am 15. Oktober im Beisein des Wirtschaftsministers Harry Glawe eingesetzt. Glawe wird offiziell das Großprojekt „Gigantum“ im Wildpark einweihen. Hinter „Gigantum verbergen sich Teilprojekte wie u.a. die Gläserne Fischtreppe, ein kombinierter Rad- und Fußweg, eine Großvoliere für Seeadler und die Erweiterung des Wolfsgeheges zu einem Wolfskontaktzentrum. Mehr als zwei Millionen Euro wurden hierbei in den Wildpark investiert. „Mit dem neuen Rad- und Wanderweg können die Besucher den gesamten Park jetzt vom Parkplatz aus erkunden“, sagt Tuscher. Zudem wurde das Wildreservat für Pferde und Auerochsen in den Wiesenwelten des Parks erweitert. An der Adlervolière ist die Besucherplattform fast fertig. Gehbehinderte können mit einer Rampe nach oben fahren und die Adler so „Auge in Auge“ erleben, schildert Tuscher.

Nach diesem Großprojekt stehen nächstes Jahr nur kleinere Vorhaben an. So erhalten die Störche und Kraniche ein neues Winterquartier. Für 2017 plant Tuscher den Bau eines Schaubauernhofes in den Wiesenwelten hinter dem Agendazentrum.  

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