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Ausblick 2017 Laage : Mit 801 Jahren optimistisch in Zukunft

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ausblicke auf das Jahr 2017 in der Region. Heute: Ilka Lochner (CDU), Bürgermeisterin in Laage.

Der Haushalt ist verabschiedet und beim Landkreis angezeigt, aufgrund der ausgeglichenen Zahlen bedarf es keiner Genehmigung. Damit fängt das neue Jahr für unsere Stadt Laage durchaus gut an.

Die Einwohnerzahlen haben sich in den letzten Jahren stabilisiert. Die Nachfrage nach Bauland für den Einfamilienhausbau hat sich positiv entwickelt, der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum ist ungebrochen. Es wird weiterhin Aufgabe der Stadt bleiben, hier mit Augenmaß zu agieren und private Investoren in den notwendigen Verfahren positiv zu begleiten. Bei jungen Familien sind Kindergärten und Recknitz-Campus die am häufigsten genannten Gründe, Laage zu ihrem Lebensmittelpunkt zu machen. Ein guter Grund, hier immer wieder ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen, um mit moderner Ausstattung gerade diese Einrichtungen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.


Ausstattung der Feuerwehren


Mit der anstehenden Feuerwehrbedarfsplanung wird die Stadt Laage gemeinsam mit den Gemeinden des Amtes im neuen Jahr einen klaren Schwerpunkt auf die Ausstattung der freiwilligen Feuerwehren legen. Die Kameraden müssen sachgerecht ausgestattet sein, um ihre Aufgabe „Retten-Löschen-Bergen“ erfüllen zu können. Ob dabei jede Feuerwehr alles haben muss und die in Laage geplanten 850 000 Euro auch tatsächlich verausgabt werden, wird ganz klar an die Feuerwehrbedarfsplanung gekoppelt sein. Neben der gesetzlichen Pflicht, diese Planung vorzunehmen, hat sie auch den großen Vorteil, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen und gemeinsam zu überlegen, was gebraucht wird und wo es sinnvoll untergebracht ist.

Die Bodenordnungsverfahren Breesen/Liessow und Jahmen/Schweez rücken unsere Ortsteile weiter in den Mittelpunkt. Mit der Häuslerreihe in Breesen sowie dem Straßenbau in Jahmen und Schweez beginnen wir mit einer Reihe von Maßnahmen, die zur Erhöhung der Wohnqualität für die Einwohnerinnen und Einwohner erheblich beitragen werden. Darüber hinaus werden wir mit dem zunächst notwendigen Flächentausch auch den Bau des Radweges entlang der Bundesstraße endlich in greifbare Nähe rücken können.

Mit einem Investitionsvolumen von 3,3 Millionen Euro wird der Abbruch der alten Sporthalle und der Neubau an eben dieser Stelle uns in 2017 begleiten. Da bei gleichen Kosten von Sanierung oder Neubau eine Maßnahme nur dann gefördert wird, wenn ein Neubau erfolgt, haben wir bereits im letzten Jahr die notwendigen Eigenmittel geplant und werden diese übertragen. Die Investition für die Umwandlung des Freibades in ein Sport- und Naturbad ist mit 1,7 Millionen Euro vorgesehen. Hier ist Laage ebenfalls auf eine Förderung angewiesen. Im Straßenbau werden wir in Laage im nächsten Jahr auch weiter voran kommen, gemäß der Prioritätenliste wird der Ueckerweg ausgebaut.


Liebenswerte Kleinstadt weiter ausbauen


Laage hat über 2017 hinaus eine gute Zeit vor sich. Der Haushalt stellt sich im Planungszeitraum bis 2020 positiv dar, Steuern mussten dafür nicht erhöht werden. Das neue Konzept zu einer besseren und effektiveren Vermarktung des Airparks ist gemeinsam mit Invest in MV und dem Landkreis vorbereitet, die Gesellschaften der Stadt stehen gut da. Es wird also auch in 2017 darum gehen, Vorhandenes zu erhalten und mit Augenmaß zu erneuern, um Laage als lebens- und liebenswerte Kleinstadt weiter auszubauen.

Ich verabschiede mich mit diesem Ausblick zugleich als Bürgermeisterin der Stadt Laage. Für mich beginnt mit der Übertragung der Funktion als Dienststellenleiterin und Ständigen Vertreterin der Bevollmächtigten des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund zum 15. Februar ein neuer Lebensabschnitt.


Geschichte vom Seiltänzer


Mit der Geschichte vom Seiltänzer habe ich mein Amt als Bürgermeisterin angetreten und ich möchte auch mit ihr enden: Ein Seiltänzer balanciert hoch über den Köpfen der Zuschauer in schwindelnder Höhe zwischen Rathaus und Kirchturmspitze. Und es war eine lange, gefährliche Strecke. Sobald der Artist sein Ziel erreicht hatte, spendete die Menge begeistert Beifall und forderte ein Dakapo. „Ja glaubt ihr denn, dass ich den Weg übers gefährliche Seil auch wieder zurück schaffe?“ rief er der Menge zu. „Aber ja, aber ja“, rief sie zurück.

Und der Mann balancierte wieder über das schwindelerregende Seil. Als er am Ausgangspunkt angelangt war, klatschte und trampelte die Menge und rief wieder begeistert: „Dakapo! Dakapo! Zugabe! Zugabe!“ Und der Seiltänzer nahm eine Schubkarre und rief herunter: „Glaubt Ihr, dass ich es auch schaffe mit dieser Schubkarre hier?“ Die Menge schaute gebannt nach oben. Mit einer Schubkarre 200 Meter über ein dünnes, gefährlich schwankendes Seil? Doch da rief schon einer von unten: „Das schaffst du! Das glaube ich, das schaffst du bestimmt!“ Worauf der Seiltänzer nach unten rief: „Du glaubst, dass ich das schaffe?
Dann komm nach oben, und setz' dich hinein!“


Menschen, die echte Freunde wurden


Ich danke allen, die das Seil gespannt und gehalten, denen, die Netz und Boden unter dem Seil gebildet haben und vor allem denen, die das Vertrauen und den Mut hatten, sich auch mal in die Schubkarre zu setzen. Und natürlich danke ich auch allen, die mir mit leiser oder lauter Kritik immer ein Ansporn waren, das Seil zu überwinden. Ich hatte bisher in meiner politischen Tätigkeit immer das große Glück, Menschen zu treffen, die echte Freunde wurden. In meiner Zeit als Landtagsabgeordnete, im Kreistag des Landkreises Rostock und in unserem Städtchen. Auch wenn ich weiß, dass man bei solchen Gelegenheiten alle namentlich nennen sollte oder keinen, möchte ich hier eine Ausnahme machen. Ich hatte in den letzten sechs Jahren einen Wegbegleiter und Freund von „rechts“ und einen von „links“. Andreas Pieper und Ronald Schäfer haben maßgeblich dazu beigetragen, dass ich heute auf eine erfolgreiche Amtszeit zurückblicken darf. Sie haben mich dabei unterstützt, die Balance zu halten. Sie haben sich gerade dann in die Schubkarre gesetzt, wenn einzelne Zuschauer schon auf den Absturz warteten. Das ist etwas ganz besonderes und ich bin sehr dankbar dafür.


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