SVZ-Wochenend-Interview : Mit 100 Enkeln Cricket spielen…

Mit schwerer Technik kennt sich Hans-Peter Schröder aus. Er leitet den Baubetriebshof in der Langen Stege.
Mit schwerer Technik kennt sich Hans-Peter Schröder aus. Er leitet den Baubetriebshof in der Langen Stege.

20 Fragen an Hans-Peter Schröder / Der Güstrower leitet seit 20 Jahren den städtischen Baubetriebshof

svz.de von
25. Juli 2015, 06:00 Uhr

Wenn es um Frühjahrsblüher in den Güstrower Blumenrabatten geht, um die Ausbesserung von Sitzbänken oder die Befreiung der Fußgängerzone von Schnee ist er der verantwortliche Mann: Hans-Peter (Hansi) Schröder. Geboren 1958 in Güstrow leitet er seit 20 Jahren den städtischen Baubetriebshof. Aufgewachsen auf dem Domplatz, machte Hans-Peter Schröder 1977 Abitur, absolvierte danach seine Armeezeit und ging zum Bauingenieurstudium. Es folgen Arbeiten als Bauleiter im Überseehafen und beim Landkreis Güstrow. Seit 1990 ist er bei der Stadt Güstrow beschäftigt, zunächst in der Bauverwaltung und dann im Baubetriebshof. Seit 31 Jahren ist Hans-Peter Schröder glücklich verheiratet. Er hat einen Sohn.


Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Schröder: Es gibt viele schöne Plätze in Güstrow. Im Sommer gehört für mich das Clubhaus am Inselsee dazu.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich habe großen Respekt vor diesem Amt und ich wünsche Herrn Schuldt, dass er gemeinsam mit der Stadtvertretung noch viele positive Entscheidungen für die Barlachstadt trifft.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
An meinem Arbeitsplatz in der Langen Stege.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Vermutlich mit Kartoffelsammeln oder Erdbeerpflücken. Später dann im Güstrower Schloss. Die Sanierungsarbeiten waren damals ja noch nicht abgeschlossen und Herr Otto suchte immer ein paar Jungs als Bauhelfer.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für viele unvernünftige Sachen, die Jugendliche ganz dringend brauchen. Das trifft wohl auch auf die jungen Leute von heute zu. Und das ist auch gut so.
Was würden Sie gerne können?
Ich würde gerne ein Musikinstrument spielen können. Die Versuche in jungen Jahren sind alle kläglich gescheitert. Aber der Wunsch besteht.
Was stört Sie an anderen?
Zu viel Sparsamkeit und Humorlosigkeit. Dazu kommt die Unzufriedenheit vieler Mitmenschen mit sich selbst, mit anderen und der ganzen Welt.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Ich lache sehr gerne. Ein Highlight war zuletzt Bully Herbig im „Hotel Lux“. Schöner schwarzer Humor zu einem schwierigem Thema, aber die Umsetzung ist super.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Bei dieser Frage fiel mir auf, dass ich schon sehr lange nichts Unvernünftiges mehr getan habe. Ich glaube ich werde alt.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Alle die Menschen, die ihren Traumberuf nicht ausüben können und trotzdem gerne zur Arbeit gehen und dann auch noch die Zeit finden, ehrenamtlich im Sport, bei der Feuerwehr oder im sozialen Bereich tätig zu sein.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Daniel Kehlmanns „Die Vermessung der Welt“.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Im Winter berufsbedingt den Wetterbericht im Nordmagazin. Meine Frau und ich mögen den „Tatort“. Wir müssen aber nicht jede Sendung sehen.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Eher beim Fußball. Nicht mehr so oft wie noch vor fünf oder sechs Jahren, aber ich freue mich auf das Pokalspiel zwischen dem FC Hansa und dem 1.FC Kaiserslautern.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Herrn Prof. Lesch. Er hat die Gabe, die komplexesten Probleme so zu beschreiben, dass man denkt, man hat nach zehn Minuten alles verstanden. Man merkt dann aber, dass das nicht wirklich so ist.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Zugegebenermaßen koche ich nicht sehr oft. Das kann meine Frau wesentlich besser. Dafür esse ich besser. Wenn ich koche, dann mediterran.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Es sind zu viele schöne Erinnerungen und auch zu viele Lieder. Da weiß ich nicht wo ich beginnen soll. Eingebrannt haben sich eher Titel nach traurigen Ereignissen. Aber die behalte ich für mich.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Die Kindheitserinnerungen spielen bei Geschenken immer eine große Rolle. Diese Sachen vergisst man nie. Und ich habe als Kind von meinen Großeltern ein Fahrrad geschenkt bekommen. Das klingt heut banal, war damals aber „das beste Fahrrad der Welt“.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Wenn die Gesundheit es zulässt, möchte ich mit meiner Familie noch viele Reisen in ferne Länder unternehmen.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Wie es in einem Lied so schön heißt: In einem Haus am See, mit meinen 100 Enkeln Cricket spielend. Da es bis dahin noch ein wenig dauert, versuche ich die Regeln zu verstehen und wäre mit ein oder zwei Enkelkindern auch glücklich.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?

Güstrows Stadtförster Holger Michel. Er ist ein ganz netter Kerl.















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