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SVZ-Serie : „Mir sind alle ans Herz gewachsen“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Ehrensache“: Ulrike Holzmann aus Klein Schwiesow engagiert sich ehrenamtlich im Betreuten Wohnen in Güstrow

Ob Spielnachmittag oder Ausflug – Ulrike Holzmann aus Klein Schwiesow ist immer zur Stelle, wenn im Betreuten Wohnen des Deutschen Roten Kreuzes in der Neuen Straße in Güstrow Not am Mann ist. Seit ihre Eltern dort zu Hause sind, engagiert sich die 62-jährige Ruheständlerin ehrenamtlich für die Senioren.

Einmal die Woche ist Ulrike Holzmann verantwortlich, dass „Rummikub“, „Mensch ärgere dich nicht“ oder ähnliche Spiele auf den Tischen des Betreuten Wohnens liegen. Sie deckt den Tisch, versorgt die Senioren nach dem Spielen mit Kaffee und Kuchen und gesellt sich natürlich mit dazu, beim Würfeln und Denken. Vor etwa drei Jahren kam Ulrike Holzmann in heimische Gefilde zurück, zog nach Klein Schwiesow. „Weil die Eltern ins Betreute Wohnen zogen, wollte ich in der Nähe sein“, sagt die 62-Jährige.

Aufgewachsen ist Ulrike Holzmann in Güstrow, ging hier zur Schule. Erst zur Lehre als Landwirt „flog sie aus“, heiratete und wurde Mutter von drei Söhnen. Gewohnt hat sie damals im Schweriner Raum. „Drei Kühe standen im Stall und nebenbei habe ich gearbeitet“, erzählt sie.

Nach der Wende war ihr Beruf nicht mehr gefragt und sie orientierte sich völlig neu. Schon immer habe sie gern gekocht und machte diese Leidenschaft zum neuen Beruf. In verschiedenen Gaststätten arbeitete sie mit und schaute sich vieles ab. Schließlich übernahm Ulrike Holzmann mit einem Heuhotel ein recht großes Objekt, das auch mittels Boot zu erreichen war. „Es lief gut, obwohl ich wieder sehr viel arbeiten musste“, erzählt sie. Das hätte sie auf Dauer nicht durchstehen können und wollen. Ihr Ehemann war inzwischen verstorben, die Kinder aus dem Haus.

Als ihre Eltern Ingeborg und Ulrich Krempin vor vier Jahren ins Betreute Wohnen in der Neuen Straße zogen, überlegte sie sich, zurück zu kommen. Allerdings brauchte sie noch etwas zu tun. „Ich kam aus einem Job der keinen Feiertag kannte“, sagt sie. Ihre Zeit wollte sie darum gut genutzt wissen und sie fragte bei Hausdame Edith Jochens an, ob es etwas zu tun gäbe. Zuerst unterstützte sie bei Feierlichkeiten und Festen, dann kam die Idee des Spielnachmittags auf, der gern angenommen wird. „Über die Jahre sind mir alle sehr ans Herz gewachsen“, sagt sie.

In Klein Schwiesow fühlt sich Ulrike Holzmann sehr wohl. Ein großer Garten fordert sie ebenso heraus, wie eine zehnjährige Pflegetochter, um die sie sich seit einiger Zeit kümmert. Doch die Arbeit mit den Senioren möchte sie nicht missen. „Wir haben immer viel Spaß“, sagt sie.  

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