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Kriminalstatistik : Menschen leben ruhig im Kreis

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Polizei stellt Kriminalstatistik 2013 vor / Fazit: weniger Straftaten und höhere Aufklärungsquote im Vergleich zum Vorjahr

Im vergangenen Jahr wurden im Landkreis Rostock 12 746 Straftaten erfasst. Das sind zehn Prozent weniger als im Vorjahr (2012: 14 162). Den positiven Trend verstärkt noch die Entwicklung bei der Aufklärung. Die Quote liegt damit für das Jahr 2013 bei 62,1 Prozent. Das sind 3,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. „Man lebt ruhig im Landkreis und sicher“, lautet das Fazit des Leiters des Kriminalkommissariats Güstrow, Hartmut Busekow. Er stellte gestern die Kriminalstatistik 2013 vor. Einen Mord etwa habe es 2013 im Landkreis nicht gegeben, wenngleich sechs Menschen durch Totschlag, Tötung auf Verlangen oder nach Körperverletzung starben.

Den Schwerpunkt bilden dabei nach wie vor die Diebstähle mit einem Anteil von 40,7 Prozent der gesamten Straftaten. Doch auch hier ist ein Rückgang zu verzeichnen. Der einfache Diebstahl steht mit 2015 Fällen (2012: 2223), der schwere Diebstahl mit 2988 (2012: 3545) zu Buche.

Einen Anstieg gibt es allerdings bei Waren- und Warenkreditbetrug (u.a. Versandhäuser/Internethandel) 632 Fälle (2012: 549) und bei Beleidigungen mit 721 Fällen (2012: 654). Bei Beleidigungen, so Busekow, spielen neue Medien eine große Rolle.


Schwerpunkt bei Diebstähle


Auch in Güstrow und im Amtsbereich Güstrow-Land machen die Diebstähle (schwerer Diebstahl: 624 Fälle, einfacher Diebstahl: 512) das Gros der Straftaten aus. Ingolf Schwartz, Leiter Ermittlung des Kriminalkommissariates Güstrow, nennt beispielsweise 33 Einbrüche in Gartenlauben (2012: 24) und 140 Fahrrad-Diebstähle (2012: 175). Bei letzteren falle die Aufklärungsquote mit drei Prozent besonders niedrig aus. Die Körperverletzungen schlagen mit 308 Fällen gegenüber 350 im Jahr zuvor zu Buche, informiert Schwartz. Körperverletzungen und Raubstraftaten stehen für 2013 mit 441 Fällen in der Statistik. Das seien knapp 50 weniger als 2012. Mit 93 Prozent liegt die Aufklärungsquote sehr hoch. „In der Regel stecken Beziehungsgeschichten dahinter“, erklärt Schwartz. Auch er schätzt für Güstrow ein, dass „man relativ ruhig in der Stadt“ lebe. Die Angst, dass Oma auf der Straße überfallen werde, sei aus Statistik-Sicht eher unbegründet. Schwartz zählt 17 Raubüberfälle für Güstrow und Umgebung im vergangenen Jahr.

Im Güstrower Bereich sind es insgesamt 2906 Straftaten, von denen 61 Prozent aufgeklärt werden konnten.

Achmed Mannke, Leiter der Außenstelle Bützow des Kriminalkommissariates Güstrow, sah gestern einen Schwerpunkt in der Warnowstadt u.a. bei Einbrüchen in Gartenhäuser. 130 hat man gezählt. Die Ermittlung von vier Tatverdächtigen, die auch anderweitig im kriminellen Bereich tätig waren, ließ die Aufklärungsquote hinaufschnellen. Hinzu kämen u.a. Erfolge bei der Aufklärung von Kfz-Diebstählen. Insgesamt stehen 2019 Straftaten in und um Bützow in der Statistik (2012: 2230). Aufklärungsquote: 68 Prozent (2012: 58 ).

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