zur Navigation springen

Naturpark sternberger seenland : Mensch und Natur im Austausch

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Neue freiwillige Vereinbarung von 19 Unterzeichnern zum Naturschutz und Kanutourismus im Einzugsgebiet von Warnow und Mildenitz

Wenn es eines Beweises bedurfte zum „Grenzland Sternberger Seenland“ – die Unterzeichnung der neuen freiwilligen Vereinbarung zwischen Politik, Behörden, Verbänden und touristischen Anbietern im Einzugsbereich der Warnow und Mildenitz beweist es. Vertreter der Landkreise Ludwigslust-Parchim und Rostock samt ihrer Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) in Westmecklenburg bzw. Mittleres Mecklenburg waren ebenso vertreten wie etwa der MV-Tourismusverband, der Naturpark Sternberger Seenland sowie Kanuanbieter.


„Es gibt das schöne Wort Nachhaltigkeit“


Im März 2011 war die erste freiwillige Vereinbarung in dem Bereich für drei Jahre geschlossen worden. Als Pilotprojekt vor Ort, um die längst nicht immer deckungsgleichen Interessen von Naturschutz und Tourismus zu regeln. Sven-Erik Muskulus von Wanderer-Aktivtour in Oldenstorf meinte zur Akzeptanz in Kanukreisen mit einem Blick zurück gegenüber SVZ: „Die ganzen Horrorszenarien sind nicht eingetreten“. Dass man wieder hier sei, „ist der beste Beweis, dass es funktioniert. Auch die kleinen Einschränkungen für Kanuverleiher (bei Niedrigwasser – d. Red.) bringen am Ende mehr als das ständige gegenseitige Ausspielen von Naturschützern und Ökonomen.“ Muskulus, der als Vorsitzender des „Fördervereins Naturpark Sternberger Seenland“ zugleich als Mittler der Interessen fungiert, meinte zudem: „Es gibt das schöne Wort Nachhaltigkeit. Hier zeigen wir, dass wir es selbst gemeinsam umsetzen können und so Mensch und Natur im Austausch bleiben.“

Auch Brit Abeln, Inhaberin eines Naturdorfes in Eickhof bei Bützow, ist bei der Vereinbarung seit 2011 dabei.

„Es ist schön, dass sie weitergeführt wird.“

Vor allem freut es sie, dass der Warnow-Abschnitt zwischen Eickhof und Klein Raden jetzt offiziell wechselseitig als befahrbar eingestuft wurde. „Das ist für mich sehr wichtig, da ich im Naturdorf viele Schulklassen habe. Die Strecke eignet sich gut zu Übungszwecken.“

Diese neue Wechselseitigkeit gilt für die Mildenitz jetzt zwischen Trenntsee und Kraftwerk Zülow. Und zwischen Schwarzem See bis zum Bresenitz-Zufluss in die Mildenitz wurde die Niedrigwasserregelung aufgehoben.

Auch in der neuen Vereinbarung bleibt es dabei:

Ab einer Wassertiefe von unter 30 Zentimetern verzichten die Kanuverleiher freiwillig auf einen Einsatz der Boote in die Warnow sowie Mildenitz. So wird dem Schutz der Fließgewässerarten wie die unter strengstem Schutz stehende Bachmuschel Rechnung getragen. Neun der 15 Kanu-Anbieter in dem Bereich machen bisher mit.

Eingeladen hatte zu der Unterzeichnung der freiwilligen Vereinbarung im Wariner Naturparkzentrum Regina Rinas, Amtsleiterin des Stalu Westmecklenburg.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen