Mela noch größer und übersichtlicher

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22. August 2010, 09:49 Uhr

Mühlengeez | Noch größer und übersichtlicher will sich die 20. Fachausstellung für Landwirtschaft, Ernährung, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau, kurz Mela, vom 16. bis 19. September in Mühlengeez präsentieren.

"Mehrere Hektar Ausstellungsflächen wurden in den vergangenen Monaten erschlossen", betont Hans-Dieter Lucas. Damit werde die Attraktivität des Freigeländes verbessert, so der Geschäftsführer des Messe- uns Ausstellungszentrums (Maz) Mühlengeez. Hinzu komme eine stärkere Strukturierung der Messe nach Themenbereichen. Maz-Pressesprecher Harald Kienscherf nennt das Beispiel nachwachsende Rohstoffe, Energie und Bioenergie. Alle Aussteller zu dem Themenbereich würden auf einer Freifläche konzentriert werden.

Neu sei außerdem ein Ausstellungsbereich unter dem Motto "Leben und Freizeit im ländlichen Raum". Möglichkeiten für ein attraktives Leben auf dem Dorf sollen dort aufgezeigt werden. Vergrößern werde sich die Ausstellungsfläche für die Präsentation historischer Landtechnik. Im Mittelpunkt aber stehe die neueste Landtechnik und neue Entwicklungen in der Tierzucht. Aussteller aus mehreren Bundesländern, aber auch aus Dänemark, der Schweiz, Polen, Belgien, Lettland, Ungarn, Tschechien und den Niederlanden hätten ihre Stände auf der Mela bereits im Frühjahr gebucht. Maz-Geschäftsführer Lucas kündigt etwa 1000 Tieren an. Besuchermagneten werden wiederum die großen Tierschauen sein. Besonderes Augenmerk gilt in diesem Jahr neben edlen Pferden und stämmigen Bullen einem ganz kleinen Tier: Die Honigbiene ist das Tier der 20. Mela. Besucher können sich in einer Schauimkerei umsehen und viel über die Immen und die Honigproduktion erfahren.

Zum traditionellen Bauerntag habe Bundesministerin Ilse Aigner ihr Kommen angesagt. Thema ist die europäische Agrarpolitik. Wieder einmal steht eine Agrarreform auf der Tagesordnung. 2013 soll sie beschlossen werden. Zuvor, so erklärt Pressesprecher Kienscherf, sei in diesem Herbst die deutsche Position zur Reform zu formulieren. Den Landwirten, so Kienscherf, gehe es u.a. darum, die Praxis der Brüsseler Direkzahlungen zu erhalten. Der Bauernverband erwarte eine kontroverse Diskussion zwischen Politikern, Praktikern und Wissenschaftlern.

Die Zukunft der Landwirtschaft spielt noch auf einer anderen Ebene eine gewichtige Rolle. Die Kinder-Mela als Image- und Berufswerbung spricht junge Besucher an. Experten aus Agrarwirtschaft und Forschung bieten täglich Veranstaltungen an. Schulklassen können auch Führungen durch die Tierhallen buchen (Anmeldungen unter 0381/40356751 oder Mail siegfried.hoffmann@lallf.mvnet.de)

Für das Fachpublikum finden an den vier Messetagen elf Fachforen statt. Erwartet werden 60 000 Besucher in Mühlengeez.

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