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Mela in Mühlengeez : Mela-Besucher kosten und staunen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Größte Landwirtschaftsausstellung Norddeutschlands bis zum Sonntag in Mühlengeez

„Die Räder der Traktoren sind viel größer als wir“, sagt Emily Salisch. Aber noch besser gefielen ihr Häschen, Ferkel und Schafe. „Die Show und das Rätsel waren toll. Man konnte sogar etwas gewinnen“, erzählt Leo Krause. Die Schüler einer 3. Klasse des Recknitz-Campus Laage besuchten gestern die Mela. Bis zum Sonntag lockt die Fachausstellung für Landwirtschaft, Fischwirtschaft, Forst, Jagd und Gartenbau – präsentiert von der Schweriner Volkszeitung – nach Mühlengeez. Auf 170 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentieren sich mehr als 1000 Aussteller. Sie zeigen neueste Agrartechnik, edle Tiere und alles, was die Nahrungsgüterwirtschaft in MV aufbieten kann.

„Die Kinder-Mela ist ganz toll gemacht. Die Schüler können hier Dinge sehen und anfassen, über die wir im Unterricht gesprochen haben“, berichtet Ute Cammin, Lehrerin am Recknitz-Campus Laage. Nach den Vorführungen schlenderten die Kinder über das Ausstellungsgelände. Hier spazierten sie u.a. am Stand der Maschinen- und Antriebstechnik GmbH und Co.KG vorbei. Großflächendüngerstreuer, Überladewagen und Flüssigdüngerinjektionsmaschinen stellt das Güstrower Unternehmen aus. „Kunden treffen und sich als Unternehmen zeigen“, fasst Helmut Kahnert die Gründe für eine Teilnahme an der Mela zusammen. Das Unternehmen habe sich gut entwickelt und produziere wieder vorwiegend für den Export. Man habe in Osteuropa, dort, wo auf großen Flächen gewirtschaftet wird, wieder Fuß gefasst. Düngetechnik aus Güstrow gehe nach Russland, Weißrussland, in die Ukraine und in die baltischen Staaten, berichtet Kahnert.

Nur ein paar Schritte weiter am Eingang zur Halle 1, in der sich die Ernährungswirtschaft präsentiert, hat Silvia Tänzler ihren Stand. Seit 16 Jahren gibt es die Güstrower Baumschule, seit 15 Jahren ist sie auf der Mela dabei. „Während die Herren verzückt vor der Technik stehen, dürfen die Damen bei uns schauen“, erklärt Silvia Tänzler. Dabei sei das Verkaufen weniger wichtig. „In den nächsten Wochen kommen die Kunden, weil sie uns hier gesehen haben“, sagt die Güstrowerin.

So denkt man wohl auch bei der Molkerei Rückert aus Wismar. Lauthals preist Ingo Junold den „Alten Schweden“ an. „Probieren ist ganz wichtig“, betont er. Auch Gabi Erdmann und Jana Zimmermann von der Krakower Bäckerei Hornung fordern zum Probieren auf. Ganz neu sei das „Sommerloch“, ein Brotkranz mit Oliven und Bärlauch, erzählen sie.

In der Rinderhalle versorgte Martina Genkel-Jenning gestern Kühe aus Schlieffenberg, Lüssow, Kurzen Trechow, Steinhagen usw. , die die Rinderallianz als Kollektion vorstellt. Gern beantwortet sie die Fragen von Sylvia Keinker aus Goldenstädt. „Wir haben selbst einen Milchviehbetrieb“, berichtet sie. Deshalb interessiere sie sich in erster Linie für die Tiere auf der Mela und werde auch noch in die Schweine-Halle schauen, sei doch die „Deutsche Landrasse“ diesmal als Tier der Mela ausgewählt worden. Dort drängen sich besonders vor der Box der Groß Grenzer Agrar GmbH viele Kinder. 14 Ferkel tummeln sich laut quiekend an den Zitzen der Muttersau. Es ist die Mischung aus Fach- und Verbrauchermesse, die die Mela prägt und in vier Tagen wohl wieder um die 70 000 Besucher anlocken wird.

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