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Hauptausschuss empfiehlt : Mehrheit ist sich einig: umstrittene Bank muss weg

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Tage für die umstrittene Sitzbank am Eingang zum Güstrower Pferdemarkt scheinen gezählt.

svz.de von
erstellt am 02.Feb.2015 | 08:00 Uhr

Die Tage für die umstrittene Sitzbank am Eingang zum Güstrower Pferdemarkt scheinen gezählt. Nachdem jetzt die Vertreter aller Parteien im Hauptausschuss das Problem nochmal hin und her gewendet hatten, war die Entscheidung eindeutig: Mit sechs Dafür- und drei Gegenstimmen plädiert der Hauptausschuss dafür, die Bank zu entfernen. Denn diese zieht Alkoholiker magisch an, die dann die Gegend verunreinigen und Leute anpöbeln. Die CDU hatte deshalb beantragt, die Bank umzustellen. Wohin, blieb erstmal offen. Auf jeden Fall soll die Bank weg – wenn denn die Stadtvertreter auf ihrer nächsten Sitzung der Empfehlung des Hauptausschusses folgen.

Er sei überrascht, welches Ausmaß die Diskussion um diesen Antrag in der Stadt ausgelöst habe, gestand An-dreas Ohm (CDU). Wenn auch einige sagen, die Betroffenen können nichts dafür, so bestehe doch im wesentlichen Einigkeit darüber, „dass es sich hier um einen unhaltbaren Zustand handelt“, meint er. Deshalb halte die CDU an ihrem Antrag fest, betonte Ohm.

Er könne das Interesse der CDU hier nachvollziehen, denn es sei „nicht das beste Aushängeschild für die Stadt“, so Sascha Zimmermann (FDP). Auch deshalb, „weil die Bank selbst schlimm aussieht.“ Er hält es außerdem für nötig, „das Problem an der Stelle zu lösen, an der es entsteht, und den Leuten zu helfen“.

„Die Leute stehen da auch ohne Bank. Wenn wir diese entfernen, lösen wir nicht das Grundproblem, um das es hier geht“, meint Hartmut Reimann (SPD). „Wir werden gegen diesen Antrag stimmen“, kündigte der SPD-Fraktionsvorsitzende an.

Es sei „ein Ding der Unmöglichkeit, was da geschieht“, findet Gerhard Jacob (Freie Wähler/EB). „Wir müssen einen Wandel herbei führen“, fordert er. Und plädiert für das Entfernen der Bank.

Eindeutig Stellung bezog auch Bürgermeister Arne Schuldt. „Ich bin dafür, dass die Bank da weggenommen wird“, betont er. „Aber das Problem lösen wir damit nicht.“ Dass es zu wenig Bänke in der Innenstadt gibt, wie mancher sagte, finde er nicht, so Schuldt. „Wir haben heute mehr Cafés mit Außensitzmöglichkeiten. Das sollte man nicht vergessen“, meint er. Die Empfehlung auf Entfernung der Bank liegt nun auf der nächsten Stadtvertretersitzung zum Beschluss vor. Dann wird endgültig entschieden.

 

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