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Forstamt Güstrow : Mehrgewinn durch Holzverkauf

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Forstamt Güstrow zieht positive Jahresbilanz / Ausbildungsoffensive für Forstwirte im nächsten Jahr / Matthias Poeszus verlässt Forstamt

svz.de von
erstellt am 13.Dez.2015 | 21:00 Uhr

Positive Bilanz im Forstamt Güstrow: Nicht nur der Weihnachtsbaumverkauf am Sonnabend lief hervorragend, sondern auch das gesamte Jahr. Mit 29 000 Festmetern Holz wurden 3000 Festmeter mehr vermarktet als geplant. „Damit haben sich natürlich auch unsere Einnahmen verbessert“, sagt Forstamtsleiter Ralf Neuss. 1,5 Millionen Euro hat das Forstamt in diesem Jahr durch den Holzverkauf eingenommen. Dabei erzielte das Fichtenstammholz den höchsten Festmeterpreis. Grund für die gestiegene Holzmenge seien aber auch die Frühjahrsstürme. „Dabei gibt es immer eine Menge Bruchholz“, sagt Neuss. Viele Bäume seien entwurzelt worden oder gebrochen.

Wer abholzt muss auch aufforsten. Deshalb will das Forstamt noch bis Ende des Jahres auf 30 Hektar neue Bäume anpflanzen. „Noch sind wir dabei. Das ist bei der milden Witterung kein Problem“, so der Forstamtsleiter. Die derzeitige Warmphase habe auch Auswirkungen auf das Wild. „Das Wild verhält sich anders, kommt nicht so oft zu den Futterstellen“, sagt der 49-Jährige. Deshalb falle das Ergebnis der bisherigen zehn Drückjagden im Forstamtsbereich auch unterdurchschnittlich aus. Drei Jagden sind dieses Jahr noch geplant. „Wir wollen jedes Jahr 300 Stück Schwarzwild, 400 Stück Rehwild und 30 Stück Rotwild erlegen“, sagt Neuss. „Dabei sehe ich die Jagd aber eher als wesentliches Element des Waldbaus an. Wenn man will, dass sich die kleinen Pflanzen gut entwickeln, braucht man angepasste Wildbestände.“

Unterdessen nehmen die Bestände von Waschbären und Marderhunden im Güstrower Forstamtsbereich zu. Diese Tiere, die eigentlich nicht in die heimischen Wälder gehören, seien „auf dem aufsteigenden Ast“, informiert Neuss. „Der Waschbär hat sich geradezu hervorragend etabliert. Damit wird man leben müssen. Wir werden es nicht schaffen, diese Tiere wieder auf Null zu kriegen“, ist der Forstamtsleiter überzeugt.

Im nächsten Jahr will das Forstamt Güstrow von der Ausbildungsoffensive der Landesforst MV profitieren. Den Nachwuchsproblemen soll damit offensiv begegnet werden. Gesucht werden vor allem Forstwirte. Zu den bereits sechs Azubis sollen im Forstamt Güstrow weitere sechs hinzukommen, so Neuss. „Dann wollen wir auch das marode Nebengebäude auf dem Forsthof abreißen und ein neues Ausbildungsgebäude bauen.“

Ein wenig betrübt ist Neuss, dass der Waldpädagoge Matthias Poeszus das Forstamt am 1. Januar 2016 nach zwei Jahren wieder verlässt. „Er hat sich sehr für den Vielfaltwald engagiert und gute Arbeit geleistet“, sagt der Forstamtsleiter. Allein in diesem Jahr führte Poeszus 500 Kinder durch den Vielfaltwald in Klueß und absolvierte mit 560 Kindern Waldolympiaden. Poeszus übernimmt die Leitung des Jugendwaldheims in Loppin im Forstamt Nossentiner Heide.

 

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