Krakow am See : Mehr Stellplätze für Bewohner

So geordnet wir hier für die Mieter der Ernst-Thälmann-Straße 17 würde auch das restliche  Gelände gestaltet und damit ordentlich sein und aufgewertet.
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So geordnet wir hier für die Mieter der Ernst-Thälmann-Straße 17 würde auch das restliche Gelände gestaltet und damit ordentlich sein und aufgewertet.

Stadtvertretung Krakow am See beschließt Satzung für Bebauungsplan „Rückwärtige Erschließung Plauer Straße, Markt, Lange Straße“

svz.de von
15. Juli 2014, 06:00 Uhr

Die Stadtvertretung Krakow am See hat die Satzung für den Bebauungsplan „Rückwärtige Erschließung Plauer Straße, Markt, Lange Straße“ beschlossen. Mit diesem B-Plan sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Errichtung von Verkehrsflächen für die hintere Erschließung der auf der Westseite gelegenen Grundstücke des Straßenzuges Plauer Straße, Markt, Lange Straße geschaffen werden.

Die hinteren Bereiche der Grundstücke sollen erschlossen und zum Abstellen der Fahrzeuge nutzbar werden. Es sollen auch Bauflächen für Stellplätze und Nebenanlagen ausgewiesen werden. Die Eigentümer und Mieter der Wohngebäude erhalten somit die Möglichkeit, ihre Kraftfahrzeuge auf den Grundstücken abzustellen; der knappe Parkraum der Innenstadtstraßen braucht nicht mehr beansprucht werden. Der Beschluss über die Aufstellung des Bebauungsplanes wurde am 29. Januar durch die Stadtvertretung gefasst. Die Behördenbeteiligung lief im August/September 2013. Mit dem Straßenbauamt (SBA) Güstrow erfolgten weitere Abstimmungen. Das SBA hatte eine Zustimmung wegen des Verkehrs auf der Bundesstraße und der daraus resultierenden Unfallgefahr verwehrt und ein eventuelles Verfahren vor Gericht angekündigt. Die Stadtvertreter sehen das Problem nicht.

In der Stadtvertretung am 11. März wurde ein Abwägungsbeschluss gefasst. Die drei Stellen, die Hinweise und Anregungen unterbreitet hatten, wurden mit Schreiben des Planungsbüros vom 18. März über das Ergebnis der Abwägung unterrichtet.

Am 11. März billigte die Stadtvertretung den Entwurf der Planung mit Arbeitsstand vom 27. Februar und beschloss die öffentliche Auslegung. Die erfolgte vom 14. April bis 16. Mai. In dieser Zeit gingen keine weiteren Stellungnahmen mit Anregungen und Hinweisen zum B-Plan ein. Eine weitere Abwägung ist demnach nicht erforderlich. Zum Planungsentwurf B-Plan Nummer 39 konnte somit der Satzungsbeschluss gefasst werden. Da keine weitere Abwägung erforderlich ist, muss die Vorlage auch nicht im Bauausschuss behandelt werden.

Bürgermeister Wolfgang Geistert: „Der B-Plan für dieses Vorhaben ist nicht genehmigungspflichtig, weil der Flächennutzungsplan die Voraussetzungen schafft. Er kann daher nur auf dem Klageweg gestoppt werden.“

Die überwiegende Mehrheit der Stadtvertreter sieht mit dem Beschluss eine Aufwertung der Grundstücke und auch, dass man den Bürgern, die dort wohnen, einen Gefallen tut. Karl-Heinz Kleinpeter bemerkte auf der Sitzung der Stadtvertretung allerdings, ob das nicht gegenüber anderen Krakowern eine Ungleichbehandlung wäre, wenn die Anwohner, die diese Aufwertung in Anspruch nehmen können, dafür nichts bezahlen müssen.

Die Zufahrten befinden sich nach der Realisierung an der Ecke Plauer Straße/Ernst-Thälmann-Straße und Ecke Plauer Straße/Wilhelm-Pieck-Straße. Bezahlt wird der B-Plan vom Sanierungsträger GOS. Dazu wird also Geld der Stadt verwendet.

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