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Meinungen gefragt : Mehr Parkplätze durch Einbahnstraße?

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Idee für Wilhelm-Pieck-Straße in Krakow am See: Verkehr nur noch Richtung Güstrower/Goldberger Straße

von
erstellt am 26.Dez.2014 | 22:00 Uhr

Seit Jahren immer wieder ein Ärgernis für Anwohner und Durchfahrende der Wilhelm-Pieck-Straße im Luftkurort: Enge, weil Autos nicht vorschriftsmäßig abgestellt sind. Gerade in Abend- und Nachtstunden sowie an Wochenenden kommt es im westlichen Teil immer wieder mal zu Behinderungen. Der Grund: Die 18 auf den gesamten Straßenzug links und rechts wechselseitig gekennzeichneten Stellplätze reichen vorne und hinten nicht, und auch nicht in der Mitte.

Rettungsdienst und Feuerwehr sprechen sich deshalb dafür aus, die Straße zur Einbahnstraße umzufunktionieren. Volker Meyer (SPD) legt jetzt dem Bauausschuss eine Beschlussvorlage auf den Tisch, nach der die Straße ab der B103, genauer ab dem Haus Nummer 16, nur noch in Richtung Güstrower und Goldberger Straße befahren werden darf. Eine Seite würde demnach zum Parken frei bleiben, auf der anderen wäre das Parken verboten. Ausgenommen wären Fahrräder, die weiterhin in beide Richtungen fahren dürften. Der Effekt wären eine freie Durchfahrt – und neun bis zehn Stellplätze zusätzlich.

Dies würde die Parksituation deutlich entlasten, und dies übrigens auch in Güstrower und Goldberger, machten Einwohner dieser drei Straßen deutlich. Um ein Meinungsbild der Anwohner zu bekommen, hat die Verwaltung Fragebögen an 177 Haushalte in diesen drei Straßen geschickt. Von den bisher 52 Rückmeldungen lässt sich jedoch bestenfalls eine Tendenz ablesen. Nach der wären 32 dafür und 20 gegen die Einbahnstraße. Das sei noch kein so ganz eindeutiges Bild, befindet Bürgermeister Wolfgang Geistert, bevor am 12. Januar der Bauausschuss erstmals offiziell das Thema diskutieren soll.

Zumal die Argumente pro und kontra in sehr viele Richtungen gehen. Beispiele: So meinen Kritiker, dass sich das aktuelle Problem auch mit mehr Kontrollen lösen ließe; Nebeneffekt: höhere (Knöllchen-) Einnahmen für die Stadt. Sachlich wird ein erhöhtes Verkehrsaufkommen in Goldberger und Güstrower Straße befürchtet. Zudem sei die angedachte Lösung der Wiederbelebung der Altstadt und der Geschäftsentwicklung nicht eben zuträglich. Es gäbe sogar genug Parkflächen, meinen andere, nur würden manche Autofahrer zu bequem sein, ein paar Meter mehr zu laufen, z.B. zum nahen Einkaufsmarkt. Angeregt wird die Ausstellung von Anwohnerausweisen zum bevorzugten Parken.

Befürworter einer Einbahnstraße möchten dann aber auch verkehrsberuhigende Maßnahmen sehen, damit die freie Bahn nicht zur Rennstrecke werde. Auch solle das Parken linksseitig erfolgen wegen rechts frei zu haltender Toreinfahrten.

Nur zweimal heißt es ja, aber – nämlich Einbahnstraße in die andere Richtung, also hin zur B103.

Der Bauausschuss und später die Stadtvertretung haben also genug Stoff zum Diskutieren.  

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