Töpfer-Stammtisch Güstrow : Mehr Leute für Töpferei gewinnen

Ramona Heuckendorf töpfert seit drei Jahren in ihrem kleinen Atelier im Güstrower Barlachweg.
Ramona Heuckendorf töpfert seit drei Jahren in ihrem kleinen Atelier im Güstrower Barlachweg.

Die Güstrowerin Ramona Heuckendorf will einen Töpfer-Stammtisch ins Leben rufen - Interessierte können sich ab sofort bei ihr melden.

23-11367748_23-66109653_1416395934.JPG von
07. Dezember 2017, 12:00 Uhr

„Töpferkurse an den Volkshochschulen sind fast überall ausgebucht und für die dort freiwerdenden Teilnehmerplätze gibt es lange Wartelisten“, sagt Ramona Heuckendorf. Sie selbst habe versucht, in diese Kurse reinzukommen – ohne Erfolg. Dabei sei das Töpfern ein kreatives Hobby und werde immer beliebter, ist die 46-jährige Güstrowerin überzeugt. „Immer wieder werde ich von Menschen angesprochen, die selbst töpfern“, sagt sie. In diesen Gesprächen hörte ich den Wunsch heraus, im Raum Güstrow eine Art Stammtisch für das schöne Töpferhobby zu gründen.“ Diese Idee will Ramona Heuckendorf jetzt umsetzen und ruft alle Interessierten auf, sich zu melden.

„Hoffentlich melden sich viele“, sagt die Güstrowerin, die die Töpferei als Hobby betreibt „um runterzukommen“. „Zunächst soll der Töpfer-Stammtisch dazu dienen, um Erfahrungen auszutauschen. Dann findet sich hoffentlich eine Gruppe zusammen, die in meinem kleinen Atelier im Barlachweg töpfern kann“, denkt Ramona Heuckendorf.

Im Jahr 2014 hat sie mit dem Töpferhandwerk begonnen, zunächst gemeinsam mit einer guten Bekannten in deren Kellerräumen. 2015 wurde dann in einen eigenen Brennofen investiert. Ein Raum im Haus in Güstrow wurde schließlich als kleines Atelier eingerichtet und das Sortiment an Glasuren, Tonarten sowie Bearbeitungswerkzeugen mit der Zeit immer umfangreicher. „Zuletzt war ich mit meinen Töpferwaren auf kleinen Weihnachtsmärkten. Das hat guten Anklang gefunden“, sagt Ramona Heuckendorf. „Auf diesen Märkten wurde ich immer wieder mit der Frage konfrontiert, wo man dieses schöne Handwerk erlernen kann.“

Die Töpferei sei ein traditionelles Handwerk, das auf eine lange Entwicklung zurückblicken könne, schildert die kaufmännische Angestellte. Vor Jahrhunderten noch diente es dazu, Gefäße aus Ton und Lehm zu formen und somit Gegenstände für das tägliche Leben herzustellen. „Heute nutzt man für die Produktion von Geschirr und anderen Haushaltsgegenständen vorwiegend Maschinen. Deshalb erfüllt die Töpferei in der heutigen Zeit vorrangig künstlerische Bedürfnisse oder dient als kreatives Hobby“, sagt Ramona Heuckendorf. „Die Beschäftigung mit Keramik als Hobby findet mehr und mehr Gefallen bei jung und alt.“

Mit der geplanten Gründung eines Töpfer-Stammtisches in Güstrow will Ramona Heuckendorf dieses Hobby fördern. Jeder, der sich angesprochen fühlt, darf sich mit ihr in Verbindung setzen. Es ist geplant, dass sich alle Interessierten im Januar 2018 das erste Mal zu einem gemeinsamen Kennenlernen treffen. Den genauen Ort und Termin erhalten Töpfer-Freunde auf Nachfrage per E-Mail an r.heuckendorf@ msn.com. „Es wird ein erstes lockeres Treffen, woraus sich vielleicht irgendwann sogar eine Vereinsgründung ergeben könnte. Zuvor geht es aber auch darum, Anfänger an diese schöne Beschäftigung heranzuführen“, sagt die Güstrowerin.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen