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Mehr Leben in der City : Mehr Leben in Krakows Innenstadt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Große Diskussionsrunde kommenden Mittwoch im Atrium der Schule. Initiator Bernd Gerlich kritisiert verspäteten Termin.

von
erstellt am 16.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Zu einer Diskussionsveranstaltung lädt Bürgermeister Wolfgang Geistert am kommenden Mittwoch in das Atrium der Krakower Schule ein. Thema: „Belebung der Krakower Innenstadt“. Es ist der zweite Anlauf. Schon einmal, am 2. November 2016, war die Runde im Gespräch, stand jedoch nur im Terminkalender. Sie wurde kurzfristig abgesagt, weil entscheidende Diskutanten fehlten, so der Bürgermeister. Die Marketingverantwortliche der Stadt Dannenberg, die als Referentin über die Erfahrungen der Stadt an der Elbe sprechen soll, war verhindert.

Für Bernd Gerlich war das nur eine Ausrede für die kurzfristige Absage der November-Diskussion. „Die letztendliche Lösung müssen wir schon selbst erarbeiten“, denkt er, „denn nur wir selbst haben die Folgen von Handeln oder nicht Handeln auszubaden.“ Der Galerist, der sich vielfach engagiert für den Luftkurort einbringen möchte, hatte den Anstoß zu der Diskussionsrunde gegeben. Den Gedanken habe er vergangenes Jahr aus einer kommunalpolitischen Beratung der Metropolregion Hamburg mitgenommen, sagt Gerlich. Schon lange wurme es den freischaffenden Publizisten und Internet-Dienstleister, sehen zu müssen, wie Geschäfte und Häuser in der Innenstadt des Luftkurortes leer stehen. Hunderttausende Euro gingen so der Geschäftswelt in der Stadt alljährlich durch die Lappen, sagt der Unternehmer.

Diesen Missstand zu ändern und generell eine „erfolgreiche und nachhaltige Belebung und Attraktivitätssteigerung“ der Innenstadt zu erreichen, setze „gemeinsames Handeln von Wirtschaft, Verwaltung und Politik voraus“. So steht es in der Einladung, die Bürgermeister Geistert an rund 100 Bürger verschickt habe. Gerlich stimmt dem voll zu, sieht jedoch das Handeln der Stadtpolitik nicht im Einklang mit ihrem Reden. Denn sonst, so Gerlich, hätte die Stadt den Winter nicht verstreichen lassen, nur weil die Fachkraft aus Dannenberg an besagtem Tag absagen musste.

Nächsten Mittwoch also ein neuer Anlauf. Was speziell den Leerstand angeht, teilt der Bürgermeister Gerlichs Skepsis nicht so ganz. Man komme kaum auf eine Hand voll leerer Geschäfte in der ja nicht gerade als Einkaufsmeile zu klassifizierenden Zone um Plauer Straße, Markt und Langer Straße, versucht er aufzuzählen. Geistert: „Aber wir sollten schon in uns gehen und mit den Bürgern beraten, was wir besser machen können.“ Während für Bernd Gerlich für Krakow am See schon ein Jahr verloren ist, sieht Bürgermeister Geistert das nicht so: „Ein Beitrag der Expertin aus Dannenberg als Einstieg in die Diskussion ist sicherlich sehr sinnvoll.“

Willkommen zu der Diskussion am 22. Februar sind übrigens nicht nur die Geladenen. Bürgermeister Geistert wünschte sich eher eine sehr rege Teilnahme und breite Diskussion. Beginn im Atrium der Krakower Schule ist um 18 Uhr.

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