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Diakonie Güstrow : Mehr Intimsphäre für Bewohner

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Diakonie Güstrow saniert Wohngebäude auf Wichernhof Dehmen / Neues Zuhause für 45 Menschen mit Behinderung

Für 45 Menschen mit Behinderung gibt es jetzt auf dem Wichernhof in Dehmen ein neues Zuhause. Das Wohnhaus Kapernaum/Bethanien wurde in den vergangenen 24 Monaten insbesondere durch die DSG Diakonie Service Gesellschaft mbH und durch andere Baufirmen aufwendig saniert. Für die Bewohner ist dabei ein völlig neues Wohnangebot entstanden.

In 36 Zimmern teilen sich maximal zwei Bewohner ein Zimmer mit Bad. Es gibt vier Tagesräume und zwei Büroräume. Auch an Lagerräume ist gedacht worden. Die ansonsten üblichen Pflegebäder, in denen alle Bewohner einer Wohngruppe gepflegt wurden, sind zu Gunsten der individuellen Bäder an den Zimmern und den Pflegebädern gewichen. So kann vielmehr die Intimsphäre des Einzelnen gewahrt werden.

„Dieser Umbau war für die Bewohner ziemlich belastend und mit vielen Veränderungen verbunden“, erzählt Einrichtungsleiter Björn Kozik. Zunächst mussten Ausweichquartiere geschaffen werden. „Dies bedeutete für Bewohner und Mitarbeiter immer auch Sachen einpacken, Sachen auspacken, sich neu eingewöhnen“, so Björn Kozik. Das neue Wohnangebot biete aber nun mehr Möglichkeiten für den Rückzug und zur Wahrung der Intimsphäre. „Die Wohnumgebung ist optimal auch für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, letztlich auch im Alter, ausgerichtet. Somit kann den Bewohnern auch perspektivisch ein qualitativ hochwertiges Wohnangebot gemacht werden“, fügt Björn Kozik hinzu.

Mit einer offiziellen Einweihungsfeier wurde das neu gestaltete Wohnhaus vergangenen Sonntag eingeweiht. Nach einem musikalischen Gottesdienst und einem Sektempfang hatten die Gäste Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten zu begehen, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über die Arbeit der Behindertenhilfe zu informieren.

Auf dem Wichernhof Dehmen der Diakonie Güstrow leben in mehreren Wohnhäusern 121 erwachsene Menschen mit unterschiedlich stark ausgeprägter geistiger, körperlicher oder Mehrfachbehinderung. Die Bewohner werden rund um die Uhr begleitet und bei den Dingen des täglichen Lebens in den Wohnbereichen unterstützt. Tagsüber gehen die Bewohner zur Arbeit oder in den Tagesförderbereich.

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