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Polizeiliche Kriminalitätsstatistik : Mehr Diebstahlsdelikte im Kreis

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kriminalität im Landkreis Rostock insgesamt rückläufig – aber viele Langfinger in und um Güstrow unterwegs.

von
erstellt am 29.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Unlängst hat Innenminister Lorenz Caffier die polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2015 vorgelegt. „Die Gesamtzahl der erfassten Delikte sowie die Aufklärungsquote sind im wesentlichen stabil geblieben“, resümiert Caffier die Ergebnisse. Gleiches bestätigt auch Gert Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow, für den Landkreis Rostock: „Die Kriminalität im Landkreis Rostock ist auch im Jahr 2015 weiter rückläufig. Dieser Trend hält im Zuständigkeitsgebiet der Polizeiinspektion Güstrow nun schon seit mehreren Jahren an. Die Gesamtzahl der Straftaten ist auf nunmehr 11 403 gesunken. Im Jahr 2012 waren es noch über 14 000.“ Doch während MV-weit ein Abwärtstrend im Bereich der Diebstahlsdelikte verzeichnet wird, kann Frahm dies für den Landkreis Rostock nicht bestätigen.

Diebstahlsdelikte

„In den Jahren 2012 bis 2014 waren die Diebstahlsdelikte rückläufig. Dies ist im Jahr 2015 nicht mehr so“, informiert Gert Frahm. Die Anzahl der Diebstähle stieg im Vergleich zu 2014 sowohl im Bereich der einfachen Diebstähle (plus 5,3 Prozent), als im Bereich der schweren Diebstähle (plus 3,1 Prozent) auf nunmehr insgesamt 4517 Delikte, bewegt sich aber noch unter dem Niveau des Jahres 2013 mit über 5000 Delikten. Alle Diebstahlsdelikte ergeben einen Anteil von 39,6 Prozent an der Gesamtkriminalität im Landkreis Rostock im Jahr 2015. „Bei einer örtlichen Betrachtung stellt man unter anderem in den Bereichen in und um Güstrow die höchsten Diebstahlszahlen fest. Besonders oft sind hier Pkw und Fahrräder betroffen. Im Landkreis Rostock gab es insgesamt 186 Wohnungseinbrüche – 24,7 Prozent konnten aufgeklärt werden“, so Frahm.

Rohheitsdelikte

Die 1613 Rohheitsdelikte beinhalteten Straftaten, bei denen Gewalt gegen Personen gerichtet ist. „Die Anzahl der Straftaten in dieser Deliktsgruppe ist erfreulicherweise leicht sinkend“, resümiert Frahm. Körperverletzungen dominieren diesen Straftatsbereich (gesamt 993 – 16 weniger als im Vorjahr). Für den Tatbestand der Nachstellung – bekannt als Stalking – wurden 539 Fälle erfasst. Gut 100 weniger als im Jahr 2014.

Vermögens- und Fälschungsdelikte

Rückläufig sind auch die Vermögens- und Fälschungsdelikte. 2015 wurde 1894 Straftaten erfasst – im Vorjahr waren es noch 2037. Hier dominieren die Betrugsdelikte mit 1434 Fällen. Häufig handelt es sich um Fälle des Waren- und Kreditbetruges.
 

Sonstige Straftaten

„Der Bereich der sonstigen Straftaten mit insgesamt 2170 Straftaten wird von der Sachbeschädigung dominiert. Deren Gesamtzahl ist zwar gesunken, macht aber immer noch 1287 Fälle aus (1448 in 2014). In diesem Bereich der Straftaten ist auch der Tatbestand des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte enthalten. Deren Gesamtzahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 16 Fälle auf 51 gestiegen. Dabei wurden im Jahr 2015 13 Beamte verletzt“, fasst Polizeisprecher Gert Frahm zusammen.

Strafrechtliche Nebengesetze

Hier sind insgesamt 573 Straftaten verzeichnet worden (Vorjahr 641). Über die Hälfte der Straftaten sind Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. „Diese Fälle resultieren überwiegend aus polizeilichen Kontrollmaßnahmen , wie beispielsweise Verkehrskontrollen. Hier werden Beeinträchtigungen der Fahrtüchtigkeit durch Drogen festgestellt, aus denen dann die strafrechtlichen Sachverhalte, wie etwa Illegaler Drogenbesitz, resultieren“, erklärt Gert Frahm.

Insgesamt seien die sinkenden Kriminalitätszahlen ein gutes Signal für die Sicherheitslage der Bürger, so Frahm. Um das subjektive Sicherheitsempfinden gerade im Bereich der Wohnungseinbrüche zu verbessern, gibt es seit Herbst 2015 ein Konzept zu dessen Bekämpfung. Hier geht es unter anderem auch um die Zusammenarbeit mit Wohnungsunternehmen zur Umsetzung technischer und baulicher Sicherungsempfehlungen. „Ein jeder kann ein Vielfaches tun, um es potenziellen Einbrechern so schwer wie möglich zu machen“, sagt Innenminister Caffier.

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