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Güstrower Anzeiger

14. Dezember 2017 | 23:41 Uhr

Ausstellung : Medizingeschichte hautnah

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Neue Ausstellung mit Herzschrittmachern im KMG-Klinikum Güstrow

Im Foyer des KMG-Klinikums Güstrow wurde gestern eine historische Sammlung von Herzschrittmachern eingeweiht. Prof. Dr. Joachim Witte, langjähriges Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der KMG und Nestor der Herzschrittmachertherapie an der Charité Berlin, hat für diese Ausstellung 20 bemerkenswerte Exponate als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. „Ich freue mich über diese einmalige Gelegenheit, Medizingeschichte hautnah zu vermitteln“, sagte Dr. Rolf Kaiser, Ärztlicher Direktor des KMG-Klinikums.

Witte hat die Geschicke der Herzschittmachermedizin an der Charité von 1964 bis 2004 geleitet und an wesentlichen Neuentwicklungen mitgearbeitet. „An den Exponaten lässt sich der rasante Fortschritt der Medizintechnik erkennen“, sagte er gestern. Während der erste Schrittmacher 1958 ca. 300 Gramm wog, sind die heutigen Aggregate 70 Gramm schwer, mit einer Lebensdauer von bis zu 15 Jahren.

„Leider müssen derzeit noch die Herzschrittmachergehäuse bei Batterieerschöpfung ausgewechselt werden, doch scheint in naher Zukunft eine Aufladung durch die Haut per lnduktion möglich“, sagte Kaiser. Gegenwärtig werden in der Klinik für Innere Medizin I des KMG-Klinikums Güstrow jährlich ca. 250 Herzschrittmacher und Defibrillatoren implantiert.

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