20 Fragen : Meditieren inmitten der Sahara

Monika Christian mit einer ihrer sieben Samtpfoten – alle schlafen in ihrem Bett.
Monika Christian mit einer ihrer sieben Samtpfoten – alle schlafen in ihrem Bett.

Monika Christian ist Reiki-Meisterin, engagiert sich für Flüchtlinge und rief eine Büchertauschbörse ins Leben – die Ideen gehen ihr nicht aus.

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01. Januar 2016, 15:04 Uhr

Monika Christian (63) lebt seit nunmehr 15 Jahren im beschaulichen Drölitz bei Diekhof. Mit ihrem Mann zog sie von Neustrelitz hierher, als dessen Arbeitsstätte verlegt wurde. Nach ihrem Studium der Betriebswirtschaft zog es die gebürtige Leipzigerin von Neustrelitz nach Neubrandenburg, wo sie als Sekretärin in der dortigen Klinik tätig war. Auch in Güstrow arbeitete sie zunächst als Sekretärin, später als Chefsekretärin in der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Intensivmedizin im KMG-Klinikum.

Seit Juni dieses Jahres genießt Monika Christian – verheiratet, zwei Kinder, ein Enkel – ihren Ruhestand, den sie alles andere als ruhig gestaltet. „Mein Kalender ist voll“, sagt die Drölitzerin, die sich unter anderem für syrische Flüchtlinge engagiert, Vorsitzende der Volkssolidarität in Diekhof ist und sich auch kommunalpolitisch einbringt. Heute beantwortet die 63-Jährige die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Im Bett mit meinen Katzen um mich herum – drei Katzen und vier Kater.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich würde die jungen Leute aktivieren und sie mit den Senioren zusammenbringen, so wie in einem Mehrgenerationenhaus.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Seit Oktober die meiste Zeit des Tages in Pölitz bei den syrischen Flüchtlingen.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Während des Studiums habe ich am Abend und an den Wochenenden als Kellnerin gearbeitet.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für Reisen, damals nach Ungarn, Bulgarien und in die Sowjetunion. Die Liebe zum Reisen habe ich mir erhalten.
Was würden Sie gerne können?
Die 24 Stunden des Tages verlängern und mehr dafür tun, dass Friede auf der Welt herrscht.
Was stört Sie an anderen?
Unehrlichkeit, Neid, großspuriges Handeln, Unzuverlässigkeit, Weltfremdheit, Ignoranz aller gesellschaftlichen Grundsätze und wie ich immer sage „große Klappe und nichts dahinter“.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Ich lache sehr viel und sehr gern. Zuletzt habe ich über meine Enkelin Emily gelacht. Sie ist jetzt drei Jahre alt und ihre Worte sind manchmal sehr „gewählt“.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Kommt darauf an, was unvernünftig für jeden einzelnen bedeutet. Aus meiner Sicht schon lange nichts mehr – sollte ich vielleicht mal tun.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Meine Eltern (91 und 89 Jahre alt). Sie haben mich sanft zu dem gemacht, was ich jetzt bin.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Seit meiner Berentung habe ich früh und abends mehr Zeit zum Lesen. Mein Lieblingsautor ist Ernest Hemingway, aber da ich zurzeit am Tag sehr eingespannt bin, lese ich manchmal Nora Roberts. Da muss ich nicht viel nachdenken und kann entspannen.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ich sehe nicht sehr viel fern, deshalb habe ich keine Sendung, die ich verpassen würde.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Weder noch, feiern mit Freunden ist mehr mein Ding.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Gregor Gysi. Seine Aura gefällt mir und er bringt das Wesentliche meist auf den Punkt.
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich probiere viele verschiedene Gerichte aus anderen Ländern aus. Zurzeit versuche ich, mir bei den syrischen Menschen etwas abzuschauen. Aber ein schöner deutscher Eintopf oder Nudeln toppt alles.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Ich habe viele schöne Erinnerungen, aber ein Lied erinnert mich nicht daran.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
An unseren Hausgeist – unseren Bären im Lodenmantel – den mein Mann uns zum Einzug in unser Haus anfertigen ließ.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich möchte einmal in der Sahara sitzen und eine lange Zeit meditieren.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Mein Kalender ist voll. Ein großer Teil der Zeit gehört den syrischen Flüchtlingen in der Gemeinde Diekhof. Die Arbeit als Vorsitzende der Volkssolidarität in unserer Gemeinde nimmt auch einige Zeit in Anspruch. Ich arbeite in Ausschüssen der Gemeinde und habe eine Büchertauschbörse in Diekhof ins Leben gerufen. Außerdem habe ich einige Hobbys. Ich bin Reiki-Meisterin und arbeite mit heilenden Energien und als kleine Kräuterhexe fertige ich Salben, Kräutertees, Tinkturen, Kräuterkissen und Badezusätze an. Die Kräuter sammle ich meist selbst. Zudem ernten wir sehr viel Obst in unserem Garten, was ich zu Säften und Marmeladen verarbeite. In der verbleibenden Zeit reise ich sehr gern mit meinem Mann.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Meinem ehemaligen Chef, Dr. Rolf Kaiser, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Pneumologie, Intensivmedizin am Krankenhaus Güstrow. Wir haben mehr als zehn Jahre als gutes Team zusammengearbeitet. Er verfügt über Menschlichkeit und große Lebensweisheit.

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