Leichtathlet Tom Gröschel : Medaillentraum vom Vorjahr nachträglich erfüllt

<strong>Tom Gröschel,</strong> der  früher das LAC-Shirt trug und  zwischenzeitlich im Trikot des 1. LAV Rostock  lief,  in seiner  neuen Wettkampfkleidung des TC Fiko Rostock  mit der Startnummer 416 bei der Cross-DM in Dornstetten <foto> ralf Görlitz</foto>
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Tom Gröschel, der früher das LAC-Shirt trug und zwischenzeitlich im Trikot des 1. LAV Rostock lief, in seiner neuen Wettkampfkleidung des TC Fiko Rostock mit der Startnummer 416 bei der Cross-DM in Dornstetten ralf Görlitz

Kaum Zeit fand Tom Gröschel, sich über seine Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft im Crosslauf am Sonnabend zu freuen. Gestern früh kletterte der 21-Jährige schon wieder in den Flieger Richtung Amerika.

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12. März 2013, 10:21 Uhr

dornstetten/Badendiek | Kaum Zeit fand Tom Gröschel, sich ausgiebig über seine Bronzemedaille zu freuen. Die eroberte er bei der Deutschen Meisterschaft im Crosslauf am Sonnabend in Dornstetten. Aus dem Schwarzwald noch in der Nacht zurück gekehrt, galt es zu Hause in Badendiek schnell die Wäsche zu wechseln und die Tasche neu zu packen. Und gestern früh kletterte der 21-Jährige schon wieder in den Flieger: Über den großen Teich ging es Richtung Amerika. In Arizona absolvieren die Lang- und Mittelstreckenkader des DLV ab heute ein vierwöchiges Trainingslager.

Am Sonnabend hatten die 7,9 Kilometer in der U23 den Athleten Härte abverlangt. Auf schwerem, von 20 Grad Sonnenschein am Vortag aufgeweichtem Geläuf, von den Wettkämpfern schnell bis zu 20 Zentimeter tief durchgetreten, ging es mit drei kräftigen Anstiegen richtig "crossig" zur Sache. Von einer "brutal harten" Strecke sprach sogar Sieger Nico Sonnenberg (26:40min). Der Frankfurter hatte im Führungsquartett, das sich aus 34 Startern herauskristallisierte, schon 600 Meter vor dem Ziel den Spurt angezogen und sprengte damit die Spitzengruppe. Zuvor selektierte sich das Feld an jedem Anstieg, wobei Tom Gröschel stets auf Tuchfühlung nach ganz vorne bedacht war. Gesitteter als im vergangenen Jahr ging es diesmal beim Start zu. Schon 2012 war für den Badendieker durchaus eine Medaille drin. Doch ein Sturz nach heftigem Startgerangel brachte ihn von vornherein ins Hintertreffen. Das Feld von hinten aufrollend, hatte sich Tom da "nur" noch bis zum 6. Platz vorarbeiten können. Klar, dass der 21-Jährige jetzt nach 26:51 Minuten glücklich die linke Faust hochriss, als er hinter dem Regensburger Jonas Koller (26:46) als Dritter durchs Ziel lief, während Carsten Meier aus Braunschweig (27:03), der Vierte aus dem dominierenden Quartett, leer ausging.

Mit dem Medaillengewinn zeigte sich gestern auch Trainer Klaus-Peter Weippert "sehr zufrieden", zumal der Coach wusste, dass Trauerfälle im Familienkreis im Vorfeld seinen Schützling sehr belastet hatten. Der Sturz vom vergangenen Jahr habe dagegen keine Rolle mehr gespielt. Weippert: "Es war diesmal genug Platz da." Auch wäre das Feld aus Respekt vor den fünf sehr profilierten Runden relativ verhalten angegangen.

In Arizona will sich Tom Gröschel mit Trainingsfleiß weiteren Ansporn verschaffen: Nach dreimaliger Teilnahme an einer Europameisterschaft auf den Crossstrecken soll es im Sommer zur U-23-EM nach Finnland gehen. Um dort über 5000 oder 10 000 Meter an den Start gehen zu dürfen, wäre ein noch kräftiger Schub in der Leistungsentwicklung sicher sehr hilfreich. "Wir werden darum kämpfen", verspricht Trainer Weippert für seinen Schützling. In der sprichwörtlichen Sonne von Arizona werden sich die Grundlagen für die Freiluftsaison erarbeitet.

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