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Güstrower Anzeiger

18. November 2017 | 05:54 Uhr

Langhagen : Marmelade macht glücklich

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wettbewerb der süßen Brotaufstriche gestern in Langhagen / Jury entschied sich für Sauerkirschen

von
erstellt am 10.Aug.2014 | 23:30 Uhr

„Marmelade kochen macht glücklich“, sagt Anngret Vogel. Und außerdem sei es eine Tradition, die man gern fortsetze. Mit ihrer Stachelbeermarmelade belegte sie gestern den 2. Platz beim Wettbewerb für Feinschmecker in Langhagen. Der dritte Preis für die „Schwarze Johanna“ ging an Jürgen Strahl und als beste Marmelade kürte eine sechsköpfige Jury die Sauerkirch-Variante von Sabine Mertel. Seit drei Jahren streiten die Langhäger um Ruhm und Ehre, wenn es um den süßen Brotaufstrich geht.

Für seine Frau nahm Bernd Mertel gestern die Ehrung entgegen. „Ich pflücke die Früchte“, rechtfertigte er sich. Und die Sauerkirschen seien auch ganz nach seinem Geschmack. Ein Stück Sommer könne man so mit in den Winter nehmen. Kreativität und Experimentierfreunde sind für Anngret Vogel neben dem Wohlgeschmack zwei gewichtige Gründe für die eigene Marmeladenproduktion. Erstmals habe sie in diesem Jahr Nektarinen verarbeitet. „Und für Kenner kommt auch mal ein Schluck Likör dazu“, verrät sie. „Da weiß man, was drin ist“, argumentiert Jürgen Strahl. Sein Sortiment reiche von Himbeeren und Erdbeeren über Aprikosen bis zu den Heidelbeeren und in der Regel bis über den Winter.

Thomas Möller, Jörn Vogel, Eugenie Will, Siemona Fonfara, Ute Frenz und Ute Seyfarth verkosteten gestern 24 Marmeladen. „Geschmack und Konsistenz spielten dabei die größte Rolle“, berichtet Thomas Möller. Der Jury, gesteht er, stand der Sinn nach Kirschen und Stachelbeeren. „Erdbeeren sind nicht mehr so in“, bemerkt er. Übrigens standen die Wettbewerbsbeiträge in kleinen Plastikbechern auf dem Tisch der Jury. So habe man nicht etwa an der Aufschrift auf den Gläsern schon den Marmeladenkocher erkennen können. Nach all dem Süßen, so verrät Thomas Möller, habe ihm der Sinn nach Rührei gestanden. Das bereitete Klaus Rappel zu und erhielt dafür viel Lob von den Gästen des vormittäglichen Spektakels auf dem Geländer der Volkssolidarität. Er kombinierte Ei mit Zwiebeln, Speck, Tomaten und Schnittlauch. „Selbstverständlich frisch aus dem Garten und die Eier von glücklichen Hühner“, betonte er.

Gut gelaunt saß man draußen und plauderte. „Wir machen das, damit die Leute sich mal treffen können“, erklärt Jürgen Mertel. Die Ortsgruppe der Volkssolidarität unterstützt den Ideengeber tatkräftig. Gäste waren diesmal u.a. aus Güstrow da: Monika und Karl-Heinz Tschritter. Allein die Idee sei schon toll, meinen beide. „Im vergangenen Jahr wurden wir hier so nett aufgenommen, dass wir wieder gekommen sind“, erklärt Monika Tschritter, die sich mit ihrer Steintopfmarmelade am Wettbewerb beteiligte. Es ist ein echter Mehrfrucht-Aufstrich vom Rhabarber bis zu den Pflaumen kommt alles nach und nach in den Steintopf. Kräftig wird umgerührt, erzählt sie.

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