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Güstrower Traditionsfirma vor unsicherer Zukunft : Manika stellt Insolvenzantrag

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Die Güstrower Traditionsfirma Manika mit 60 Mitarbeitern hat am 30. Juli einen Insolvenzantrag gestellt. Das bestätigt Dirk Decker. Der Rechtsanwalt wurde zum Gutachter und vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

svz.de von
erstellt am 17.Aug.2012 | 05:47 Uhr

Güstrow | Die Güstrower Traditionsfirma Manika hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das bestätigt Dirk Decker. Der Hamburger Rechtsanwalt wurde auf Beschluss des Amtgerichtes Rostock am 2. August zum Gutachter und vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Manika hatte die Insolvenz am 30. Juli beantragt. In dem Unternehmen sind nach SVZ-Informationen 60 Mitarbeiter tätig. Auch nach dem Insolvenzantrag werde "normal" weiter gearbeitet, bestätigt eine Mitarbeiterin unserer Zeitung. Allerdings sei die Stimmung "sehr verhalten", schildert sie weiter.

Decker prüft nach eigenen Angaben zum einen die rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens. "Zum anderen", erklärte er gestern auf SVZ-Nachfrage, "unterstütze und begleite ich das Unternehmen mit dem Ziel, eine Auffanglösung zu erarbeiten, die den Standort mit seinen Arbeitsplätzen bestmöglich erhält." Decker weiter: "Neben vielen Gesprächen mit allen maßgeblich Verfahrensbeteiligten und Interessenten finden intensive Prüfungen der bisherigen wirtschaftlichen Entwicklung und eine Analyse der aktuellen Situation statt, um eine tragfähige Lösung zu erarbeiten. Hierfür sehe ich gute Ansätze." Decker sagt, dass die Mitarbeiter z. Zt. über das Insolvenzgeld abgesichert und der Geschäftsbetrieb in vollem Umfangs aufrechterhalten wird.

Weitere Auskünfte gibt Decker nicht. Er beruft sich darauf, dass dieses Verfahren nicht öffentlich ist.

Als Gründe für den Insolvenzantrag, die Decker aber nicht bestätigt, werden wirtschaftliche Turbulenzen gesehen. Bereits in der Wirtschaftskrise hatte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2009 Umsatzeinbrüche verzeichnet, sich Anfang 2010 davon aber wieder erholt (wir berichteten).

Der Betrieb beschäftigt sich vor allem mit dem Um- und Ausbau von alten und neuen Lkw sowie Bussen, darunter auch Oldtimer. Ein großer und wichtiger Einzelkunde war viele Jahre die Bundeswehr. Das waren 15 Prozent des Gesamtumsatzes.

Manika wurde 2001 gegründet. Der Name setzt sich aus "MAN" und "Ikarus" zusammen. Mit dieser Bezeichnung knüpft das Unternehmen an die Tradition des Ex-Kraftfahrzeug-Instandsetzungswerkes (KIW) an, auf dessen Gelände in der Neukruger Straße sich Manika befindet.

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