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KMG-Klinikum Güstrow : Mangel an Pflegekräften entgegenwirken

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

KMG-Klinikum Güstrow will zwölf neue Mitarbeiter aus Ungarn integrieren / Deutschunterricht an erster Stelle

von
erstellt am 19.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Deutschlandweit herrscht Mangel an Pflegefachkräften, vor allem in Kliniken im ländlichen Raum. Dem will das KMG-Klinikum Güstrow jetzt mit einem Pilotprojekt entgegensteuern. Gestern begrüßte Klinik-Geschäftsführerin Elfriede Piletzki deshalb zwölf neue Mitarbeiter aus Ungarn. Die bereits in ihrem Heimatland ausgebildeten Krankenschwestern und Pfleger sollen jetzt intensiv deutsch lernen und schrittweise in Güstrow an die Arbeit in einem deutschen Krankenhaus herangeführt werden.

Erstmals beteiligt sich der KMG-Konzern an dem Projekt des Unternehmens Viromedian, das deutschlandweit Pflegefachkräfte aus dem Ausland vermittelt. „Was das Pflegepersonal angeht, sind wir in Güstrow noch relativ gut aufgestellt“, sagt Elfriede Piletzki. „Aber wir müssen strategisch planen, um keine Lücken entstehen zu lassen.“ Die neuen Mitarbeiter aus Ungarn will sie langfristig an das KMG-Klinikum binden. „Wir haben für sie Wohnungen in Güstrow angemietet und sie sollen sich hier wohl fühlen“, so die Klinikchefin. Als wichtigen Schritt auf dem Weg zur Integration haben die Ungarn gestern beim Willkommensfrühstück auch Paten aus der Belegschaft des Klinikums zugewiesen bekommen. Sie sollen den neuen Kollegen nicht nur fachlich, sondern auch bei Alltagsproblemen in einem neuen Land helfen.

In den ersten beiden Monaten werden die zehn Frauen und zwei Männer aus Ungarn zunächst nur den Deutschunterricht besuchen. Dann werden sie allmählich an den Arbeitsalltag herangeführt, und zwar so gestaffelt, dass sie von zwei Tagen mit jeweils vier Stunden Arbeitszeit auf eine Fünf-Tage-Woche mit jeweils sechs Stunden Arbeitszeit kommen, wobei die übrige Zeit mit Sprachunterricht gefüllt sein wird, der auch die Pflegefachsprache beinhaltet. Ab dem 8. Monat ihres Aufenthalts in Güstrow finden für die Ungarn die Sprachprüfungen statt und die Anerkennungsverfahren zu Gesundheits- und Krankenpflegern werden eingeleitet, für die die Unterlagen zwischenzeitlich vorbereitet wurden, heißt es von der Klinikleitung.

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