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Laager Heimatverein sucht : Manfred Walter kündigt Rückzug an

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

80-Jähriger absolviert letztes Jahr als Vorsitzender des Heimatvereins Laage.

von
erstellt am 21.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Der Heimatverein Laage will mit seinen Veranstaltungsangeboten in diesem Jahr kürzer treten. Der Verein ist in die Jahre gekommen. Das gilt auch für den Vereinsvorsitzenden Manfred Walter, der gestern seinen 80. Geburtstag feierte. Wenn im Zwei-Jahres-Rhythmus 2018 wieder eine Wahl des Vereinsvorstandes an der Reihe ist, steht er nicht mehr zur Verfügung.

„Es ist definitiv mein letztes Jahr im Vereinsvorstand“, sagt Manfred Walter. Darüber habe er jetzt die Vereinsmitglieder informiert und sei auf Verständnis gestoßen. Es bleibe nun Zeit einen Nachfolger zu finden. Walter ist guter Dinge, dass dies gelingen wird. Obwohl die Situation des Vereins insgesamt schwierig ist. Von einst 47 Mitgliedern sind noch 20 übrig geblieben. „Wir haben es in all den Jahren nicht geschafft jüngere Menschen zu interessieren“, bedauert Walter. Nicht einmal Kinder oder Enkelkinder der Mitglieder hätten sich für den Verein entschieden. Manfred Walter will sich nichts vormachen. Früher oder später werde das Aus für den Heimatverein kommen, denkt er.

Soweit muss es im nächsten Jahr noch nicht sein. „Es ist sehr traurig, aber die Entscheidung des Vereinsvorsitzenden ist verständlich“, sagt Ingrid Lindemann vom Vereinsvorstand und fügt hinzu: „Es findet sich niemand für den Vereinsvorsitz.“ Sie sieht das hohe Alter der Vereinsmitglieder u.a. ursächlich dafür. „Wir wissen nicht, wie es weitergeht, aber es ist ja auch noch Zeit“, will Ingrid Lindemann nicht ganz so pessimistisch klingen.


Monatlicher Kaffeeklatsch und mehr


Für dieses Jahr habe man noch einmal ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Lediglich auf größere Busfahrten, zu denen neben den Mitgliedern stets alle Laager eingeladen waren, verzichte man. Die Organisation habe stets viel Kraft gekostet, erklärt Walter.

Immer am zweiten Dienstag eines Monates treffen sich die Vereinsmitglieder zu einem Kaffeeklatsch. „Das wollen wir beibehalten“, betont der Vorsitzende. Alle acht Wochen soll es eine kleinere Veranstaltung geben. Als erstes sei im März eine Lesung vorgesehen. Dazu habe man Wolfgang Mahnke aus Rostock angefragt. Vielleicht käme auch Gisela Scheithauer mal mit einer Lesung nach Laage, hat Walter ein weitere Idee, die noch nicht untersetzt sei. Exkursionen plane man für Mai, Juli, September. Denkbar wären Ausflüge in die Mecklenburgische Seenplatte, zum Kloster Rühn und zur Wasserburg Liepen, berichtet Walter. Im August wird gegrillt, im Oktober gibt es ein Eisbeinessen und im Dezember eine Weihnachtsfeier. Das sei genug für dieses Jahr.

Noch offen ist, wofür der Verein die 1000-Euro-Spende von der NDR-Sommertour im vergangenen Jahr in Laage – der Radiosender hatte die Wette gegen die Stadt verloren – einsetzen wird. Zunächst, so berichtet Walter, habe man an einen Schaukasten mit Stadtplan und Hinweisen auf die Sehenswürdigkeiten der Stadt gedacht, die Idee aber wieder fallen lassen, weil man in einem Gespräch mit der Ex-Bürgermeisterin von einem größeren Vorhaben – digital abrufbare Informationen über die Stadt – hörte. Das sei mit 1000 Euro nicht zu machen, so Walter


Verein erwägt Baumpflanzung


Vielleicht aber könnte man einen Baum pflanzen, dort, wo auf einer Fläche am Fischteich bereits Jugendweihelinge Bäume pflanzten. „Das prüfen wir jetzt“, sagt Walter und denkt, dass auf einer Tafel am Baum darauf hingewiesen werden könnte, dass ihn der Heimatverein aus Anlass des 800-jährigen Bestehens der Stadt geschenkt hat.

Eine „verrückte Idee“ habe er noch, verrät Walter. „Wir könnten noch ein drittes Buch machen. Wichtige Persönlichkeiten der Stadt und Sehenswürdigkeiten könnten in Schrift und Bild darin vorgestellt werden. Manfred Walter: „Das ist aber noch nicht in dem Topf, wo es kocht.“

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