Dorfwettbewerb : Lohmen will das Schönste sein

Die von Carmen Lehnart (l.) geleitete Wettbewerbskommission lässt sich durch Bürgermeister Bernd Dikau (3.v.l.) durchs Dorf führen.
Die von Carmen Lehnart (l.) geleitete Wettbewerbskommission lässt sich durch Bürgermeister Bernd Dikau (3.v.l.) durchs Dorf führen.

Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – unser Dorf soll schöner werden“: Kreis-Jury begutachtet zehn Bewerber

svz.de von
22. April 2015, 06:00 Uhr

„Großer Bahnhof“ gestern in Lohmen: Eine fünfköpfige Delegation aus verschiedenen Bereichen der Kreisverwaltung schaute ins Dorf. Ihr Ziel: Punkte sammeln für den Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – unser Dorf soll schöner werden“. Nachdem der Landkreis Güstrow zuletzt wegen zu weniger Bewerber gar keinen Wettbewerb durchführen konnte, darf der neue Großkreis bis zum 30. Juni bei jetzt zehn Teilnehmern zwei für den Landeswettbewerb auswählen. Mehrere Bereiche hat die Jury zu beurteilen: Soziales und Kultur, Bauleitplanung, Straßenbau und Verkehr, Naturschutz und Landschaftspflege, Denkmalpflege.

Bürgermeister Bernd Dikau machte den Experten bei einem Rundgang die Vorzüge Lohmens schmackhaft. Dabei spielt der Zukunftsgedanke für die Gemeinde schon lange eine entscheidende Rolle. Nicht nur, dass die Gemeinde dank starker Partner aus der Wirtschaft eine eigene Kindertagesstätte unterhält. Die sei gerade um zwölf Plätze auf nunmehr 85 aufgestockt worden. Nach kräftiger Investition im vergangenen Jahr soll es mit der Modernisierung des zweiten Gebäudes weitergehen. Die Kita ist Teil eines lang angelegten Konzeptes, das die Gemeinde seit 1993 verfolge, erklärt Heinz Koch vom Heimatverein. Dabei habe man zwischendurch den Weg neu bestimmen müssen – von der Idee eines Tourismus- zum Gesundheitsdorf. Koch: „Wir haben gemerkt, die Leute werden schneller älter, als Gäste nach Lohmen finden.“ Längst ist das einstige Hotel dicht, dafür kommen inzwischen jedes Jahr rund 4000 Patienten in die Rehaklinik. Ebenfalls auf die Zukunft ausgerichtet: Lohmens Pläne als Standort für erneuerbare Energie. Und: Lohmen für die Lohmener noch lebenswerter machen, dabei die Region ringsum einbeziehen. So sei schließlich die Idee eines „Regionalen Service-Centers“ als Arbeitsgemeinschaft zur Einrichtung der Familienagentur gewachsen.

Ein Urteil war Kommissionsleiterin Carmen Lehnart gestern nicht zu entlocken. Aus den Kreissiegern kürt das Schweriner Landwirtschaftsministerium bis Jahresende den Landessieger, der für den Bundeswettbewerb nominiert wird. Einmal schrammte Lohmen da mit dem 2. Platz knapp vorbei.  

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