„Unser Dorf hat Zukunft“ : Lohmen verschönert Dorfkern

Komplettsanierung der Bürgerbegegnungsstätte „Alter Tanzsaal“ in Lohmen. Auch Sonnabend liefen die Arbeiten weiter. Bürgermeister Bernd Dikau (r.) hofft, dass die Arbeiten am 20. Juni beendet sind.  Fotos: Jens Griesbach
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Komplettsanierung der Bürgerbegegnungsstätte „Alter Tanzsaal“ in Lohmen. Auch Sonnabend liefen die Arbeiten weiter. Bürgermeister Bernd Dikau (r.) hofft, dass die Arbeiten am 20. Juni beendet sind. Fotos: Jens Griesbach

Bewertungskommission des Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ am 21. Juni erwartet.

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13. Juni 2016, 05:00 Uhr

Lohmen wird immer schöner. Gerade laufen zahlreiche Arbeiten im Dorf. Größte Verschönerungsmaßnahme: die Komplettsanierung der Bürgerbegegnungsstätte „Alter Tanzsaal“. Rund 400 000 Euro Förder- und Eigenmittel fließen in das Gebäude im Dorfkern. Schon am 20. Juni soll alles fertig sein, kündigt Bürgermeister Bernd Dikau an. Die Zeit drängt. Denn schon einen Tag später will die Gemeinde in den frisch sanierten Räumen die Bewertungskommission des Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ empfangen. Neben Pinnow ist Lohmen die einzige Gemeinde aus MV, die sich für diesen Bundeswettbewerb mit insgesamt 33 Gemeinden qualifiziert hat.

Das Dorffest am Sonnabend nutzte der Bürgermeister, um über die zahlreichen Verschönerungsmaßnahmen aufzuklären. Vieles ist schon geschafft: die Streuobstwiese wurde mit einer Sitzgruppe sowie einer Infotafel zur Geschichte Lohmens neu gestaltet, ebenso der Gehweg zwischen Schule und Wasserwerk. 30 Meter Straße vor dem Betreuten Wohnen wurden neu gepflastert, so auch der Stellplatz des Glascontainers. Und Dikau hat dafür gesorgt, dass das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges aus der Gemeinde vor der Kirche saniert wurde. Jetzt sind die Namen wieder lesbar und vor dem Denkmal liegt neues Pflaster. „Zudem planen wir noch dieses Jahr, 100 Meter des Rundweges um die Kirche zu erneuern“, sagt Dikau.

Im Juli soll darüber hinaus der zweite Bauabschnitt zur Sanierung der Festscheune beginnen. Maler- und Tischlerarbeiten sowie die Erneuerung des Fachwerks stehen an. Und dann hat Dikau gemeinsam mit der Kirchgemeinde bereits das nächste große Bauvorhaben im Blick: die Komplettsanierung der Pfarrscheune, gelegen neben Kirche und Festscheune. Das Gebäude steht vor dem Verfall. In einem ersten Schritt soll es von außen gesichert werden. „Über die endgültige Nutzung diskutieren wird noch“, sagt Dikau. Er könnte sich eine Künstlerscheune vorstellen. Pastor Jonas Görlich denkt über eine Mietnutzung nach. „Damit sich das Haus trägt“, sagt er. „Ich träume von einem Mehrgenerationenhaus in der Gemeinde“, schiebt er hinterher. „Aber egal, welche Nutzung es auch wird: Wir sind uns alle einig, dass es dramatisch wäre, wenn die Pfarrscheune nicht mehr stehen würde“, unterstreicht der Pastor die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

Neben den vielen Bautätigkeiten wurde am Sonnabend in Lohmen gefeiert. Erneut hatte die Gemeinde zum Wettkrähen der Hähne gerufen. „Es gab wieder einen Rekord: Von den sechs Hähnen haben nur zwei gekräht. So wenig waren es noch nie“, sagt Dikau und lacht. Der 1. Preis ging an den Lohmener Hans Frehse und seinen Hahn, den 2. Preis sicherte sich Egbert Zielke aus Güstrow. Beide Gewinner erhielten für ihre Hühner jeweils einen Zentner Weizen.

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