„Unser Dorf hat Zukunft" : Lohmen kämpft um Bundessieg

Schäfermeister Rico Nöller (r.) sprach vor der Wettbewerbsjury über seine Schafe und die Ausbildung seiner Hütehunde – die Freude an seinem Handwerk beeindruckte die Jurymitglieder besonders.
Schäfermeister Rico Nöller (r.) sprach vor der Wettbewerbsjury über seine Schafe und die Ausbildung seiner Hütehunde – die Freude an seinem Handwerk beeindruckte die Jurymitglieder besonders.

Drei Stunden Überzeugungsarbeit: Am Dienstag besuchte die Bundesjury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ die Gemeinde Lohmen.

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21. Juni 2016, 21:00 Uhr

Als 13. Station auf der Bewertungsroute präsentiert sich am Dienstag die Gemeinde Lohmen der Bundesjury im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Es galt binnen drei Stunden die Experten von dem Konzept der Gemeinde zu überzeugen. Am 8. Juli steht dann endlich fest, ob Lohmen Gold, Silber oder Bronze abräumen konnte. Auf dem Treppchen steht die Gemeinde um Bürgermeister Bernd Dikau in jedem Fall, hat sie sich doch bereits erfolgreich bis in das Bundesfinale vorgearbeitet.

Bis zur letzten Minute wurde an dem Auftritt vor der Jury gefeilt. „Wir haben bis zuletzt an unserer Begegnungststätte gebaut. Noch gestern haben wir den Weg gepflastert – und wenn sie eine Woche früher gekommen wären, dann wären wir eine Woche früher fertig geworden“, scherzte Bernd Dikau und seine lockere Art kam an. „Ich mag seinen Humor“, war aus den Reihen der Bewertungskommission zu hören. Überhaupt lebe eine Gemeinde erst von den Menschen, ihren Ideen und ihrem Engagement, das weiß auch Elmar Henke, Jurymitglied und selbst seit 20 Jahren Bürgermeister im unterfränkischen Sommerach. „Wir haben auf unserer Bewertungsroute schon viele Gemeinden gesehen, aber alle eint, dass sie alleine durch das Engagement ihrer Bewohner so weit gekommen sind“, fasst er zusammen und fügt hinzu: „Menschen, wie Bernd Dikau hier in Lohmen.“ Henke selbst holte mit seiner Gemeinde vor drei Jahren Gold im Bundeswettbewerb und wurde so auch Jurymitglied.

Große Unterstützung bekam Lohmen aus Brandenburg. Die Partnergemeinde Pretschen wurde ebenfalls vor drei Jahren von der Jury unter die Lupe genommen. „Wir haben damals Silber geholt und profitieren noch heute von dem Wettbewerb. Er hat die Gemeinde bundesweit bekannt gemacht“, verrät ihr Bürgermeister Günter Thiele, der Lohmen mit vielen Tipps bei der Vorbereitung auf die Komission unterstützte.

Gestern zeigte sich auch einmal mehr der große Zusammenhalt der 727-Seelen-Gemeinde im Herzen Mecklenburgs. Fischermeister Wolfgang Geibrasch sprach über den aktuellen Fischbesatz, Schäfermeister Rico Nöller präsentierte seine Schafe und Hütehunde, die Kitakinder zeigten ein kleines Programm, Pastor Jonas Görlich überraschte mit einem kleinen Ständchen in der Trauerhalle und im „Alten Tanzsaal“ wurde frisch gebackener Kuchen serviert. Kurzum: Lohmen zeigte sich von seiner besten Seite und darf angesichts des großen Engagements aller zurecht auf Gold hoffen.

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