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Kommune geehrt : Lohmen ist besonders seniorenfreundlich

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

1. Platz im Landeswettbewerb erreicht.

von
erstellt am 09.Nov.2017 | 21:00 Uhr

Lohmen ist in Mecklenburg-Vorpommern „Seniorenfreundlichste Kommune 2017“ in der Kategorie bis 2000 Einwohner. Insgesamt zeichnete Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) zehn Gewinner und Platzierte des Landeswettbewerbs aus. Das Sozialministerium hat zum vierten Mal gemeinsam mit dem Landesseniorenbeirat den Wettbewerb durchgeführt.

Ausgezeichnet wurden Städte und Gemeinden, die sich bei der aktiven Einbindung der Senioren, der nachhaltigen Verankerung guter Angebote und durch kreative Ideen und Projekte zur Stärkung der Lebensqualität älterer Menschen besonders hervorheben.

Die seniorenfreundlichsten Kommunen des Jahres 2017 sind Lohmen (Landkreis Rostock), Sternberg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und Stralsund.

Ministerin Drese überreichte an Bürgermeister Bernd Dikau, Heidrun Grabert und Gerhard Beese, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Landesseniorenbeirats, Bernd Rosenheinrich (von links), den Preis.
Ministerin Drese überreichte an Bürgermeister Bernd Dikau, Heidrun Grabert und Gerhard Beese, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Landesseniorenbeirats, Bernd Rosenheinrich (von links), den Preis. Foto: privat
 

Nach Platz zwei 2010 jetzt Landessieger

2010 hatte die Gemeinde schon einmal den 2. Platz in diesem Wettbewerb belegt. In der Begründung für die Preisvergabe jetzt an Lohmen heißt es: „Die Gemeinde ist strategisch sehr gut aufgestellt. Mit der Familienservice-Agentur verfügt sie über eine Einrichtung, die besonders auch für die ältere Generation zahlreiche Dienstleistungsangebote bereithält… Lohmen hat in den zurückliegenden Jahren erhebliche Mittel aufgewandt, um die materiellen Voraussetzungen für die Entwicklung eines umfangreichen gesellschaftlichen Lebens zu verbessern. Mit der Umwandlung der Pfarrscheune zur Festscheune und die umfassende Rekonstruktion des ,Alten Tanzsaales’ wurden gute Bedingungen für kulturelle Veranstaltungen geschaffen. Sehr aktiv ist der Kulturverein, der seit 14 Jahren an jedem Montag die ,Teestunde’ für Senioren durchführt. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich das Seniorenschwimmen und der Reha-Sport, die vom Kulturverein in Zusammenarbeit mit der Reha-Klinik organisiert werden. Die relativ kleine Gemeinde verfügt über ein gemeindeeigenes Wohn- und Pflegezentrum mit Alten- und Pflegeheim, betreutem Wohnen und ambulantem Pflegedienst. Damit wird älteren Menschen ermöglicht, lange in ihrem gewohnten Umfeld leben zu können.“

Gar nicht so lange ist es her, dass Lohmen beim Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ mit Bronze geehrt wurde. Wie das zusammenpasst, erklärt Bürgermeister Bernd Dikau: „Für uns sind Senioren die Zukunft. Indem wir Bausteine für ein lebenswertes Leben für Senioren schaffen, sorgen wir für junge Leute mit Arbeitsplätzen.“ Allein das Wohn- und Pflegezentrum habe 70 Beschäftigte. Dikau: „Alte Menschen begreifen wir nicht als Last, sondern als Chance.“

2000 Euro für Beamer in der „Teestube“

Insgesamt gingen 20 Bewerbungen ein. In der Kategorie bis 2000 Einwohner ging der 2. Platz an die Gemeinde Ostseebad Wustrow (Landkreis Vorpommern-Rügen) und der 3. Platz an die Gemeinde Warsow (Ludwigslust-Parchim). In der Kategorie bis 8000 Einwohner belegte die Stadt Sternberg den 1. Platz vor den Gemeinden Sanitz und Ostseebad Insel Poel. Bei den Kommunen mit mehr als 8000 Einwohnern gewann die Hansestadt Stralsund vor Greifswald und Bad Doberan. Darüber hinaus vergab die Jury einen Innovationspreis an Bentwisch.

Die ersten Plätze sind mit jeweils 2000 Euro dotiert. Lohmen wolle sich von dem Geld Kommunikationstechnik (Beamer, CD-Anlage) für seine „Teestube“ anschaffen, so Bürgermeister Dikau.

Krakow am See, zuletzt zweimal geehrt, hatte sich in diesem Jahr nicht an dem Wettbewerb beteiligt.

 

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