Dorf hat Zukunft : Lohmen bringt „Alten Tanzsaal“ auf Vordermann

Die Dorfbegegnungsstätte „Alter Tanzsaal“ soll saniert werden: Dach, Dämmung, Sanitär usw.
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Die Dorfbegegnungsstätte „Alter Tanzsaal“ soll saniert werden: Dach, Dämmung, Sanitär usw.

Sanierung der Dorfbegegnungsstätte beschlossen. Eile ist geboten.

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04. Januar 2016, 16:06 Uhr

Die Dorfbegegnungsstätte „Alter Tanzsaal“ in Lohmen soll saniert und aufgewertet werden. Das Projekt mit Gesamtkosten von rund 425 000 Euro brachten die Gemeindevertreter mit ihrem Beschluss noch vor Jahresfrist auf den Weg. Noch in diesem Monat soll die Ausschreibung raus. Das hehre Ziel ist eine Fertigstellung im Sommer, möglichst bevor die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ in Lohmen anreist.

Im Landeswettbewerb hatte Lohmen den zweiten Platz belegt und nimmt nun zusammen mit Pinnow bei Schwerin am Bundeswettbewerb teil. Eigentlich, so weiß Lohmens Bürgermeister Bernd Dikau, ist die Wettbewerbsjury im August/September unterwegs. „Keiner weiß es genau, aber es kann auch schon im Juni passieren“, erzählt Dikau und erwartet einen konkreten Termin im Februar. Gern würde man die Jury dann in der Dorfbegegnungsstätte „Alter Tanzsaal“ begrüßen.

Bis dahin soll das Dach erneuert, eine Dämmung angebracht, eine Heizung installiert und der Sanitärbereich komplett neu ausgestattet sein. Letzteres sei besonders notwendig, weil „noch tiefster DDR-Standard“ dominiere, erklärt Dikau. Selbstverständlich werden neue Sanitäranlagen behindertengerecht gestaltet. Im vorderen Gebäudeteil sei das Dach schon einmal erneuert worden. Das werde nun fortgesetzt. „An dem ganzen Gebäude sieht man sehr eindrucksvoll, wie Lohmen gewachsen ist und mit welchen Materialien gebaut wurde“, bemerkt der Bürgermeister wie nebenbei. Es begann mit einem Fachwerkhaus mit einer Gaststätte darin. Angebaut wurde die Schulküche mit Saal. Später sei dem noch ein Putzbau für die Bühne des Tanzsaales hinzugefügt worden, skizziert Dikau die Entwicklung.

Eine Förderung bekomme man über das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) aus dem Topf der Dorferneuerung, berichtet Dikau. Enttäuscht sei er, dass Lohmen mit seinen Projekten nicht für eine Förderung aus dem Leader-Programm der EU ausgewählt wurde. Die Leader-Aktionsgruppe, angesiedelt beim Landkreis, habe keines der drei Projekte aus Lohmen favorisiert. „Und das, obwohl man so Lohmen im Wettbewerb hätte deutlich unterstützen können“, stellt der Bürgermeister fest.

Neben der baulichen Hülle gehe es auch um das Leben in der Dorfbegegnungsstätte. Neben Bibliothek, Töpferei und Sommergalerie sowie den Treffen zur montäglichen Teestunde sieht Dikau noch Potenzial bei Veranstaltungen. Den Kulturverein sehe er dabei an der Seite der Gemeinde.

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