zur Navigation springen

Praxisübergabe : Logopädie-Praxis: Nachfolge steht

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Monika Jansen übergibt ihre Güstrower Logopädie-Praxis Ende des Monats an die Logopädin Antje Nordwich.

Nach fast 25 Jahren übergibt die ausgebildete Stimm- und Sprachheilpädagogin Monika Jansen (66) ihre Logopädie-Praxis Ende des Monats an die Logopädin Antje Nordwich (42). Ab dem 1. Februar wird sie dann die Praxis Am Werder in Güstrow weiterführen.

„Ich glaube, jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür“, sagt Monika Jansen. Die gebürtige Boizenburgerin war 1970 als Grundschullehrerin nach Güstrow gekommen und hatte vier Jahre an der Gehörlosenschule unterrichtet. Dann studierte sie Logopädie und kam als Diplom-Stimm- und Sprachheilpädagogin wieder. Nach Tätigkeiten in sonderpädagogischen Beratungsstellen für Sprach- und Stimmgestörte in Bützow und Güstrow, eröffnete Monika Jansen 1992 die erste Logopädische Praxis im Kreisgebiet. „Die Patienten kamen von weit her, auch von Bützow und Teterow“, erinnert sie sich.

Diese eigene Praxis erforderte auch eine Neuorientierung der Sprachheilpädagogin. Das Leitbild des Logopäden sei anders als das des Sprachheilpädagogen. „Wir hatten früher also vor allem mit Kindern gearbeitet und Sprach-, Stimm- oder Hörstörungen behandelt“, sagt sie. Jetzt kamen die Neurologischen Störungen von Erwachsenen dazu. Dafür musste sich auch Monika Jansen immer weiter bilden, um hier immer auf dem neusten Stand zu sein. „Das macht aber natürlich auch das Interessante an unserem Beruf aus“, sagt sie heute.

Neben ihrer Praxistätigkeit hat Monika Jansen seit zehn Jahren einen Kooperationsvertrag mit der DRK-Kindertagesstätte „Bärenhaus“ am Bärstämmweg. „Das ist glaube ich einzigartig in Güstrow, dass ich in diesem integrativen Kindergarten Kinder ganz speziell logopädische Therapie anbieten kann“, so die Sprachheilpädagogin. Diese Arbeit möchte Monika Jansen auch in Zukunft einen Tag in der Woche weiter führen, auch wenn sie jetzt in den Ruhestand geht. „Die Kinder und der Kindergarten sind mir sehr ans Herz gewachsen“, erklärt sie.


Therapeutische Arbeit weiterführen


Für Antje Nordwich ist das in Ordnung. „So können wir noch ein Stück zusammen arbeiten und ich kann in manchen Dingen auch nochmal nachfragen oder mich beraten lassen“, freut sie sich. Die 42-Jährige war 17 Jahre lang als Anästhesie-Schwester tätig und hat aus gesundheitlichen Gründen eine neue Ausbildung zur Logopädin angestrebt. „Im Rahmen der Ausbildung war ich schon zu Praktika in der Praxis von Frau Jansen tätig und das hat mich bestätigt, dass dies das richtige für mich ist“, sagt Antje Nordwich. Die Arbeitsweise und die therapeutischen Arbeiten ihrer Vorgängerin werde sie genau so weiterführen. Am Sonnabend, dem 4. Februar, lädt Antje Nordwich zu einem Tag der offenen Tür in die Praxis ein. Hier können Patienten schon mal kommen, um sich umzuschauen und die neue Inhaberin der Praxis kennen zu lernen.

Auch wenn Monika Jansen noch nicht vollständig in den Ruhestand geht, so möchte sie doch allen Patienten für das Vertrauen über die Jahre danken. „Auch ein Dankeschön sage ich meiner Familie. Denn ohne die hätte ich diese Arbeit so nicht tun können. Die Familie stand voll hinter mir“, betont sie. Für ihren Mann und die beiden Söhne wird Monika Jansen in Zukunft in jedem Fall mehr Zeit haben.  


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen