Lösungsansätze für mehr Mobilität auf dem Land

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12. Dezember 2013, 00:34 Uhr

Über Vorstellungen der Mobilität im ländlichen Raum informierte Dr. Ute Fischer-Gäde, Regionalplanerin der Schule der Landentwicklung, jetzt im Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu). „Mobil sein gilt als wichtiges Kriterium für Lebensqualität und Daseinvorsorge auf dem Lande, denn die Teilhabe am beruflichen und gesellschaftlichen Leben setzt eine räumliche Mobilität voraus“, erklärte sie. Sie machte auf Widersprüche aufmerksam. So hätten sich einerseits mit dem Ausbau der Verkehrsinfrastruktur die Möglichkeiten der Mobilität deutlich erhöht, andererseits sei aber der Anstieg des privaten PKW-Verkehrs für die Bevölkerungsgruppen, die diese Mobilitätsform nicht nutzen könnten – wie Kinder, Jugendliche und Senioren – mit einer Verschlechterung der Lebenssituation verbunden. Hier seien alternative Lösungen gefragt, die das Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs(ÖPNV) ergänzten.

Fischer-Gäde erläuterte anhand der Gemeinde Satow ein Lösungsprojekt, das schon seit zwei Jahren von der Akademie der evangelischen Nordkirche bei der Entwicklung der ländlichen Strukturen begleitet wird. Es handelt sich um das Mitfahrnetzwerk „flinc“, das besonders für Pendler gedacht ist und auch funktioniert.

Ab Februar 2014 will die Schule der Landentwicklung mit Vorträgen und Projektangeboten in Schwaan aktiv werden. Die Schule der Landentwicklung entstand aus dem Zusammenwirken des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, dem Stalu und der Universität Rostock. Sie hat sich inzwischen zu einer festen Kommunikationsbasis im ländlichen Raum entwickelt.

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