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Krakow am See : Lösung für die Kleiderkammer

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Kleiderkammer der Kirchengemeinde Krakow am See zieht in die Kirchenstraße 2 – das Haus am Markt wird verkauft

Für die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Kleiderkammer der Kirchengemeinde in Krakow am See ist es nun amtlich. Ende des Jahres müssen sie die Räume im Haus am Markt 1 räumen. In dieser Woche wurde eine Lösung festgezurrt. „Wir können in den Keller des Flüchtlingsheims, ins ehemalige Ambulatorium ziehen“, sagt Waltraud Reinholdt. Mit dem privaten Eigentümer der Kirchenstraße 2 ist nun alles geklärt. Darüber sind alle Beteiligten sehr froh.

Mit insgesamt zwölf Helfern wird seit 2009 am Markt 1 die Kleiderkammer betrieben. Zuvor war sie ein Jahr im Anbau der Kirche untergebracht. „Wir sind so dankbar, dass Herr Hornung uns die Räume über die Jahre kostenfrei zur Verfügung gestellt hat“, betont Waltraud Reinholdt. Er ist Besitzer des Hauses, doch das soll nun verkauft werden.

Derzeit, noch den gesamten November, ist die Kleiderkammer von Montag bis Freitag jeweils von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Sie ist reichlich bestückt, obwohl die Helfer schon keine großen Möbel oder ähnliches mehr angenommen haben. Ob Gläser, Besteck, Geschirr oder Kleidung – die Auswahl ist groß. „Nach wie vor ist der Bedarf ungebrochen hoch“, sagen die Mitarbeiter. Seit dem Sommer sind sie zu den Öffnungszeiten immer zu zweit vor Ort. Vor allem möchten sie sich bei den Spendern bedanken, die sie über Jahre bedacht haben. Gegen eine Spende können sich Menschen mit wenig Geld mit Kleidung oder vielen notwendigen Dingen versorgen. Das ist gleich mehrfach eine große Hilfe. Zum einen sind die Menschen froh, die wenig haben. Zum anderen kommt das Geld, das hier eingenommen wird, der Kinder- und Jugendarbeit der Kirchengemeinde zugute.

Ursel Holz und Ingelore Mansfeld gehören zu den langjährigen Mitstreitern. Sie wären traurig, wenn es keine Kleiderkammer mehr gäbe, denn hier haben sie eine wichtige Aufgabe für sich gefunden. „Die Arbeit macht Spaß – es ist immer schön“, sagt Ursel Holz. Seit einigen Wochen wissen die Mitarbeiter, dass sie Ende des Jahres aus dem Haus müssen. Auch Bürgermeister und das Deutsche Rote Kreuz hatten Vorschläge unterbreitet, wo die Kleiderkammer künftig unterkommen könnte. Doch die angebotenen Räume seien einfach zu klein gewesen, so Waltraud Reinholdt. „Aber wir möchten uns herzlich bei Herrn Geistert und dem DRK bedanken, dass sie sich auch um Räume bemüht haben“, fügt sie an.

Wenn die Kleiderkammer in die Kellerräume des Flüchtlingsheimes zieht, muss arg abgespeckt werden. Einige Regale, die jetzt in den Räumen stehen, passen dann nicht mehr mit hinein. Hier dürfen sie einen großen Raum nutzen und haben zwei kleine Räume Nebengelass. Für die Mitarbeiter ist diese Lösung dennoch besser, als eine Schließung.

Im Dezember werden die Mitarbeiter also die bisherige Bleibe räumen und umziehen. In dieser Zeit wird die Kleiderkammer voraussichtlich geschlossen bleiben. „Aber ab Januar nehmen wir gern wieder Sachen entgegen“, sagt Waltraud Reinholdt.

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