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Kreistag konstituiert : Lochner-Borst erneut an Spitze

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Laager Bürgermeisterin zur Kreistagspräsidentin wiedergewählt / Gestern konstituierende Sitzung des Kreistages in Güstrow

von
erstellt am 26.Jun.2014 | 06:00 Uhr

Der neue Kreistag des Landkreises Rostock steht. Gestern kamen die 69 Abgeordneten zu ihrer konstituierenden Sitzung im Güstrower Kreishaus zusammen. An der Spitze steht als Kreistagspräsidentin erneut Ilka Lochner-Borst (CDU). Die Bürgermeisterin von Laage hatte keinen Gegenkandidatin und wurde mit überwältigender Mehrheit auf ihrem Posten bestätigt. Damit würdigten die Abgeordneten das unausgesprochene Vorrecht der stärksten Fraktion im Kreistag. Die CDU hatte bei der Kommunalwahl am 25. Mai kräftig zugelegt, kam auf 38,3 Prozent und stellt 26 Abgeordnete im neuen Kreistag – doppelt soviel wie SPD und Linke zusammen.


SPD setzt sich gegen Linke durch


Gerangel hingegen um den 1. Stellvertreter der Kreistagspräsidentin. Hier traten gestern die zweitstärksten Fraktionen – Linke (19 Prozent, 13 Sitze) und SPD (18,8 Prozent, 13 Sitze) – gegeneinander an. Die SPD schickte Rudolf Kalina aus Dummerstorf ins Rennen, die Linke setzte erneut auf Wolfgang Methling aus Papendorf, der auch bisher 1. Stellvertreter war. Die geheime Abstimmung fiel knapp aus: 32 Stimmen für Kalina und 26 für Methling. Ohne weitere Diskussion wurde Methling daraufhin zum 2. Stellvertreter bestimmt. Das fünfköpfige Präsidium des Kreistages ergänzen Einzelbewerber Reinhard Dettmann aus Teterow sowie Rüdiger Zöllig von den Grünen aus Schwaan.

In ihrer gewohnt kurzen und resoluten Art dankte Ilka Lochner-Borst für das ihr entgegengebrachte Vertrauen und unterstrich: „Ich setzte für die kommenden fünf Jahre im Kreistag auf Sacharbeit und ein konstruktives Miteinander.“

Eröffnet hatte die konstituierende Sitzung und damit die erste volle Wahlperiode des Kreistages seit der Fusion 2011 Alterspräsident Henning von Storch (Jahrgang 1934) von der CDU aus Kühlungsborn. Er plädierte für eine „bürgernahe Verwaltung“, gab aber gleichzeitig zu, dass das im „großen Gebilde Landkreis Rostock“ eine schwierige Aufgabe sei. Zudem müsse die Motivation der Mitarbeiter aus den beiden alten Kreisverwaltungen gestärkt werden. Von Storch beklagte in Richtung Schwerin, dass es weiter an einer ausreichenden finanziellen Ausstattung der Kreise fehle und forderte deshalb: „Wir müssen lauter werden, um unserer Finanzausstattung zu verbessern.“ Auf die von ihm selbst gestellte Frage, ob Landkreise heute eigentlich noch notwendig seien, antwortete er klar mit ja. „Wir brauchen sie, müssen sie aber auch so ausstatten, dass sie ihren Aufgaben in vollem Umfang nachkommen können.“

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