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Güstrower Anzeiger

22. November 2017 | 19:36 Uhr

Groß Breesen : Literarische Ziele im Reiseplan

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Conny Brock, Inhaberin des Bücherhotels in Groß Breesen.

von
erstellt am 09.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Conny Brock (53) führt das Bücherhotel in Groß Breesen. Im alten Gutshaus hatte sie 1988 eine Wohnung gefunden. Die Stralsunderin war zum Studium nach Güstrow gekommen. Sie studierte an der Pädagogischen Hochschule Germanistik/Slawistik und hatte mit einer Promotion im Bereich Philosophie begonnen, als die Wende kam und sie in die Tourismusbranche wechselte. 1992 kaufte sie in Groß Breesen Gusthaus und Hof und eröffnete 1998 ihr Hotel.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
In meinem Gutspark am Ausguck in das märchenhafte Tal hinein und im Bistro am Sund „Smutje's“ in Stralsund mit Blick auf das Wasser.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich würde die Geschwindigkeit auf 30 km/ im Dorf Groß Breesen durchsetzen.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
In meinem Hotelwohnzimmer zwischen großen Bücherstapeln oder auf dem Fahrrad unterwegs in diesem herrlichen Bundesland.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Als Reiseleiterin und Dolmetscherin bei Jugendtourist der DDR. Ich habe russische Reiselustige durch die DDR begleitet.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für meine ersten eigenen Reisen z.B. nach Moskau und fürs lustige Studentenleben.
Was würden Sie gerne können?
Oh, diese Liste ist ganz lang. Ich beschäftige mich mit NLP und möchte gern im Bereich Hypnose mehr machen. Ich möchte auch gern mit Kräutern kochen können.
Was stört Sie an anderen?
Wenn Menschen jammern – auf hohem Niveau. Gier und Neid stören mich sehr.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Beim Frühlingsputz mit meinen Gästen im Park, als wir bei lustigen Texten am Abend am Lagerfeuer saßen.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich tue ständig Unvernünftiges. Es kommt wohl eher auf die Definition an. Vor kurzer Zeit habe ich einfach mal ohne Vorankündigung drei Tage durchgeschlafen. Das fand ich ziemlich heiß.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mein Mann Torsten. Er hat all das, was mich hält und mich jeden Tag stark sein lässt. Er ruht in sich und kann so gut auf mich aufpassen, dass ich mein Temperament und meine Diva ausleben kann. Bei ihm darf ich einfach total verrückt sein.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Das Haus der zwanzigtausend Bücher“ von Sasha Abramsky. Allerdings lese ich meist mehr als fünf Bücher gleichzeitig.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ich mache nichts regelmäßig, schon gar nicht fernsehen.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Beides wohl echt absolut selten. Mann und Sohn spielten mal aktiv Fußball, da stand ich dann schon mal am Rand.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Elke Heidenreich, Karl Lagerfeld und Walter Moers.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Da ich viel zu selten koche, ist es dann eher eine eigene Kreation, die wohl eher sehr deutsch anmutet. Meist nach den Rezepten meiner Mama.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
„Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani. Es erklang zu unserer Hochzeit.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Ein noch winziges Walnussbäumchen für unseren Park schenkte uns die Künstlerin Rosemarie Grunow aus Stendal. Dies wurde unser Familienbaum und heute ist er groß und stark.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich möchte an den Baikal reisen und in meinem Dorf noch eine Bibliophile Veranstaltungsscheune mit Museum und Galerie errichten.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Ich lebe jetzt meine Berufung und hoffe, dies bis ganz zum fröhlichen Ende tun zu dürfen. Außerdem möchte ich gern wieder mit Gästen gemeinsam zu ganz besonderen literarischen Zielen reisen.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Sven Muskulus. Er ist auch so verrückt wie wir.




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