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„Frohsinn und Harmonie“ : Lieder erfreuen und gehen ins Herz

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Chor der Volkssolidarität Güstrow „Frohsinn und Harmonie“ begeht kommenden Montag seinen 40. Geburtstag

Immer haben sie ein Lied auf den Lippen und stimmen sich damit ein: die Mitglieder des Chores der Güstrower Volkssolidarität „Frohsinn und Harmonie“. Am Montag wollen sie ihr 40-jähriges Bestehen feierlich begehen. Dazu haben die derzeit 18 Sängerinnen auch alle Ehemaligen sowie die damalige Begründerin des Chores, Inge Pocher, eingeladen.

Die Geschichte des Chores ist lang und bunt. Fast so bunt, wie die Chorkleidung, die sich in den Jahrzehnten immer wieder gewandelt hat. Mal rosa Blusen, dann hellblaue, dunkelrote und jetzt in strahlendem Gelb. Alle vier Jahreszeiten wollen die Sängerinnen an ihrem Festtag in Liedern aufleben lassen und damit die Zeit verdeutlichen, die sie gemeinsam unterwegs sind.

Christa Schuldt ist dazu gekommen, nach dem Tod ihres Mannes. Das war 1993. Damals haben die Frauen auch noch große Reisen zusammen unternommen. „In Tschechien und am Weißenhäuser Strand waren wir zum Beispiel“, erinnert sich Hannelore Klawitter. Die 81-Jährige singt schon seit 24 Jahren mit. „Es waren schöne Fahrten auch mit anderen Chören“, schwärmt sie noch heute. Diese Erlebnisse haben die Gruppe zusammengeschweißt. Heute werden zwar nur noch kurze Strecken zurückgelegt, aber von den Erinnerungen zehren sie noch heute.

Auch wenn sie nicht mehr große Auftritte vorweisen können und wollen, sehen die Frauen trotzdem die Notwendigkeit ihres Tuns. Sie pflegen das alte Volkslied. „Wenn wir in Altersheimen und vor älteren Menschen singen, dann gehen sie richtig mit“, sagt Gertrud Gollnick. Sie hält seit Jahren die Organisation in ihren Händen und hat zusammengezählt, dass sie im vergangenen Jahr vor etwa 1000 Menschen gesungen haben. Außerdem sei singen gesund, sagt auch die derzeitige Leiterin Sigrid Korsikowski. „Außerdem gehen die Lieder ins Herz und tun dem Kopf gut, denn man muss sich den Text merken“, sagt sie.

Jede Woche treffen sich die Sängerinnen im Haus der Generationen in der Güstrower Weinbergstraße zum Proben. Dort wird auch am Montag die Feierstunde stattfinden. Inge Pocher, die Gründerin des Chores, mittendrin. Sie war es damals, die in ihrem Club mit einem ihrer Chöre Singenachmittage angeboten hatte. „Dadurch entstand der Wunsch nach einem VS-Chor“, erinnert sie sich. Am 8. März 1974 trat der Chor dann bereits das erste Mal öffentlich auf.

Die Geselligkeit sei neben all dem Proben nie zu kurz gekommen. Und dies wird auch bei der Feier zum 40. Mal gezeigt. Vielleicht hat dies auch etwas mit einem Text zu tun, den sie singen. Da heißt es: „Solang man sich Frohsinn kann bewahren, geht es uns im Leben gut“. Darauf lässt sich anstoßen – auf die nächsten 40 Jahre.



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