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Serie 20 fragen : Liebster Platz: der Schreibtisch

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an den Güstrower Dieter Kölpien / Beruflich bekannt als „Postler“ / Als Rentner stürzte er sich in die Güstrower Stadtgeschichte

svz.de von
erstellt am 05.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Dieter Kölpien, geboren am 7. April 1939 in Güstrow, ging in seiner Heimatstadt zur Schule. In Schwerin erhielt er eine Berufsausbildung zum Fernmeldebaumonteur, später studierte er. Er arbeitete in verschiedenen Bereichen des Post- und Fernmeldeamtes Güstrow, auch in Leitungsfunktionen. Nach der Wende war Kölpien Vertriebsingenieur im Geschäftskundenbereich der Deutschen Telekom in Schwerin. Mit Ende des Erwerbslebens arbeitete er ab 1997 mit seinem Freund Gernot Moeller an Studien zur Güstrower Stadtgeschichte über das Fernmelde- und Postwesen, über Denkmale und Kirchenglocken, die Türmer der Pfarrkirche, den Schwebenden im Dom, über Holz in der Pfarrkirche,… Zuletzt kümmerte er sich um die Renovierung der Grabanlage des Dichters John Brinckman auf dem Güstrower Friedhof und übernahm den Vorsitz im Festausschuss zu den Brinckman-Ehrungen im Land in diesem Jahr.
Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Kölpien: Mein liebsten sitze ich an meinem Schreibtisch mit modernster Informations- und Medientechnik ausgestattet, um meine Studien zur Güstrower Stadtgeschichte optimal zu betreiben.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich würde ebenso wie er mit dem Fahrrad durch die Innenstadt fahren, um den oft chaotischen Zuständen, beim Befahren der Innenstadt mit dem Auto zu entkommen. Außerdem würde ich mich für eine Umbenennung des Platzes vor der Barlachgedenkstätte in der Gertrudenstraße in Marga-Böhmer-Platz einsetzen.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Wenn ich mich nicht an meinem Schreibtisch aufhalte, bin ich gerne in der Bibliothek oder im Archiv unserer Stadt.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich war kurzzeitig in den 50er-Jahren einer der ersten Kegeljungen in der Post-Sportstätte Tivoli.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Ich konnte dafür kurz vor meinem Lehrbeginn zwei neue Schlafanzüge kaufen.
Was würden Sie gern können?
Meine Frau spielte in ihren Jugendjahren Klavier und Akkordeon. Bei mir reichte das Talent leider nur zum Tragen des Akkordeons.
Was stört Sie an anderen?
Schaumschlagen, Unehrlichkeit, Hinterlist.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über meine gelegentliche Vergesslichkeit. Kürzlich wollte ich in einer Kaufhalle einen Betrag mit einem PC-Passwort bezahlen.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Ich habe eine Riesenportion Eierlikör-Eis gegessen.

Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
Zwei sehr gute Freunde, die seit vielen Jahren mit schweren Erkrankungen leben und trotzdem aktiv am Leben teilnehmen.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Eine zweibändige Festausgabe der Brinckman-Werke von 1940 und den Band II der vierbändigen Publikation von Wolfgang Müns über Brinckmans Briefwechsel.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Die abendlichen Nachrichtensendungen von ZDF und ARD.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Ich habe vor einigen Jahren mit meiner Frau und Kölner Freunden den Rosenmontag-Umzug von einer Tribüne aus erlebt. Das war einmalig und soll so bleiben. Die Fußballspiele bei der WM in Brasilien werde ich mir ansehen.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Ich möchte bescheiden bleiben, denn, ich hatte vor einigen Jahren die Gelegenheit den ehemaligen Ministerpräsidenten, Harald Ringstorff im Kreise der Güstrower Plattsnacker zu treffen. Ich hatte an dem Tag Geburtstag.
Wenn Sie kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich kann nicht kochen, esse aber mit Vorliebe mecklenburgische Gerichte.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Ich liebe die Titelmelodie aus dem Film „Doktor Schiwago“
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Meine Frau hatte zu meinem 50. und 70. Geburtstag jeweils Überraschungsfeiern organisiert, die ich nie vergessen werde.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich werde mit meinen Kindern und Enkeln meinen 75. Geburtstag in Berlin erleben.
Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner noch?
Mit Unterstützung eines Enkels gestalten wir eine WEb-Seite. Wir haben fast alle unsere bisherigen Arbeiten auf dieser Seite (www.stadtgeschichte-guestrow.jimdo.com ) platziert.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Dr. Behrend Böckmann, einem sehr sachkundigen Vertreter des Plattdeutschen.














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