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SVZ-Serie „Ehrensache“ : Liebe zum Sport und zur Musik

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der 74-jährige Diethard Düsterhöft aus Diekhof ist ehrenamtlich auf zwei Gebieten aktiv.

Seit mehr als vier Jahrzehnten ist Diethard Düsterhöft in Diekhof zu Hause. Hier bringt der 74-Jährige sich auch ehrenamtlich ein – und das auf gleich zwei Gebieten: im Sport und in der Musik.

Der Dienstagabend gehört dem Tischtennis. Das war schon immer sein Steckenpferd. „Ich hatte in Güstrow gespielt und es dann mit nach Diekhof gebracht“, erzählt er. Und schon kurze Zeit nach dem Start hatte er die Spieler für den Punktspielbetrieb angemeldet. „Dann ging es von der D- bis zur A-Staffel“, sagt Diethard Düsterhöft. Auch heute sind noch vier Mannschaften des SV Aufbau Liessow/Diekhof im Wettspielbetrieb aktiv. Altersmäßig „eine gesunde Mischung“, formuliert es der 74-Jährige. Er selbst aber will nicht mehr so lange abends unterwegs sein und hat sich selbst als Ersatzspieler einsetzen lassen.

Geboren in Bromberg (heute Bydgoszcz) war Diethard Düsterhöft mit seiner Mutter nach Mecklenburg gekommen. In Breesen haben sie viele Jahre gewohnt. In Schwerin lernte er Fernmeldemechaniker und arbeitete gerade mal ein halbes Jahr lang im Fernmeldeamt Güstrow. „Dann wurden Lehrer gesucht und ich ging ans Institut für Lehrerbildung und fügte noch ein Russisch-Fernstudium an“, erzählt er. An der Kinder- und Jugendsportschule lernte Diethard Düsterhöft seine Frau Gerlinde, ebenfalls Lehrerin, kennen. Er hatte als Erzieher im Internat gearbeitet und war später an der Goetheschule tätig.

Die Wohnungsnot brachte das Ehepaar nach Diekhof. Dort erhielt er nicht nur ein gemütliches Zuhause, sondern auch Arbeit an der Schule. Hatte er zuerst auch Sport unterrichtet, war es später Russisch und Musik. Als Schulleiter ging er 2001 in den Ruhestand. Für ihn war klar, dass er neben dem Sport auch ein Ehrenamt brauchte. Für den Musiklehrer lag ein Chor nahe. Den leitet er bis heute. „Ich hatte damals einfach angefragt, wer Lust hätte“, erzählt er. Zuerst sangen sie Volkslieder, die jeder kennt, und trafen sich schließlich regelmäßig. Jetzt gibt es drei Auftritte im Jahr, die vor allem für die ältere Generation gedacht sind. Neben Liedvorträgen gibt es viele Lieder zum Mitsingen und es werden Gedichte vorgetragen. „Das gemütliche Beisammensein ist wichtig. Ich weiß, die Leute freuen sich darüber“, sagt Diethard Düsterhöft. Das motiviert ihn immer wieder. Beim letzten Herbstsingen war eine Dame auf ihn zugekommen und habe geschwärmt: „Das waren so schöne Lieder.“ So soll es jetzt auch beim Frühlingssingen Ende April wieder sein.

Bis dahin verbringt Diethard Düsterhöft sicherlich noch so manche Stunde auch in seinem Garten, in dem er 40 Rhododendren hegt und pflegt und sich derzeit über unzählige Krokusse freut. Daneben liest er gern und fährt im Sommer gern Rad. Doch ohne seine Tätigkeiten im ehrenamtlichen Bereich würde ihm wohl etwas fehlen. Nicht umsonst erhielt er 2011 die Ehrenmedaille des Landkreises. Ob Musik oder Sport – Diethard Düsterhöft ist sehr gern aktiv. „Ich gehöre zur alten Garde – mir macht das einfach Spaß“, sagt er.

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