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18. „Kneipenkulttour“ : Liebe auf Kneipenfestival gefunden

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

18. „Kneipenkulttour“ Sonnabend in Güstrow / Volle Lokale und gute Musik / Zukünftiges Güstrower Brautpaar feierte kräftig mit

Menschen in ausgelassener Stimmung wandern durch die Güstrower Innenstadt, die Klänge handgemachter Musik ziehen durch jede Gasse und getanzt wird sogar auf den Straßen. Die Güstrower Altstadt ist selten so belebt wie am Sonnabend zu Ostern, wenn die „Kneipenkulttour“ zu einem musikalischen Abend der Extraklasse einlädt. Sonnabend feierte die bereits zur Tradition gewordene Veranstaltung ihre 18. Ausgabe.


Zum Auftakt schon proppenvoll


Bereits zum Start um 21 Uhr war das „Schnick Schnack“ dermaßen mit Gästen gefüllt, dass es schwer war, noch einen Platz zu finden. Doch das machte den meisten nichts aus. Standen doch der Schnack mit alten Freunden und das Genießen der Musik im Vordergrund. „The Sideburns“ sorgten für einen gelungenen Auftakt. Die Rostockerin Stefanie Koepp kam gemeinsam mit Mutter Kerstin extra nach Güstrow, um das Trio aus Rostock zu hören. „Wir sind große Fans der Band, aber auch die ,Kneipenkulttour’ haben wir schon ein paar Mal besucht und kommen immer wieder gern“, sagte die 25-Jährige.


Acht Bands in sieben Kneipen


Auch in den anderen der insgesamt sieben teilnehmenden Lokalitäten warteten musikalische Höhepunkte auf die Besucher. Und genau in diesem Konzept liegt das Herzstück des Güstrower Kneipenfestivals. „Wir gestalten das Programm möglichst bunt, bei den acht verschiedenen Bands die heute Abend spielen, ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei“, sagte Thomas Hensel vom „Schnick Schnack“. Gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas Roloff organisiert er Jahr für Jahr die Kultveranstaltung, die in Güstrow mittlerweile zum Osterfest gehört, wie die bunt gefärbten Eier auf dem Frühstückstisch.

Im Restaurant „Zur Post“ machte die Rostocker Band „Jackbeat“ ordentlich Stimmung. Je später der Abend, desto mehr feierte man rund um den Borwinbrunnen das Wiedersehen mit alten Freunden. Auch Katrin und Sandy Leverenz, die heute in Oldenburg bzw. in der Schweiz leben, trafen einige bekannte Gesichter. „Neben dem Treffen von Bekannten, wollen wir heute Abend aber vor allem die gute Musik genießen“, erzählten die Schwestern.


Hochzeit nach „Kneipenkulttour“


Auch weiter Richtung Markt, im „La dolce Vita“, kamen die Kneipentouristen auf ihre Kosten. Hier spielten „Backspin“, die es sich trotz erkrankter Bandmitglieder nicht nehmen ließen, für gute Stimmung zu sorgen. Zu alten Klassikern wie „Jugendliebe“ dauerte es nicht lang, bis der alte Ratskeller dicht mit den Tanzwütigen besiedelt war. Auch vor der Tür gab es Grund zur Freude. Hier versammelten sich Madlen Mericke und Marko Kinski mit ihren Freunden, denn sie hatten ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern. Auf der „Kneipenkulttour“ 2013 trafen sie sich zum ersten Mal – und nun, ein Jahr später steht die Hochzeit vor der Tür. „Wir haben uns damals im Vorbeilaufen in die Augen gesehen und wussten beide: der ist es“, erzählt die 29-jährige Ganschowerin. Nur der neuen Liebe wegen kehrte sie der Wahlheimat Hamburg den Rücken und zog zurück ins Herz Mecklenburgs. Für die Verliebten wird die „Kneipenkulttour“ nun für immer eine besondere Bedeutung haben. Der 39-jährige zukünftige Bräutigam: „Hätte mir jemand vor einem Jahr erzählt, wie ein Abend dein Leben verändern kann, ich hätte es nicht geglaubt.“


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