Kabarett in Güstrow : Letzter Akt für „Die lieben Alten“

„Die lieben Alten“ in Aktion: Günter Hemp, Irene Kautz, Helma Neumann, Monika Riecker und Peter Balcke (v. l.)
„Die lieben Alten“ in Aktion: Günter Hemp, Irene Kautz, Helma Neumann, Monika Riecker und Peter Balcke (v. l.)

Seniorenkabarett der Volkssolidarität verabschiedet sich am 2. Juli.

svz.de von
15. Juni 2016, 12:00 Uhr

„Die lieben Alten“, das Seniorenkabarett der Volkssolidarität, hört auf. Am 2. Juli lädt das Quintett um 15 Uhr zu seiner letzten Vorstellung des aktuellen Programms „Wir wurden verKOHLt, ganz unbeMERKELt“ in die Anne-Frank-Schule ein, danach fällt der Vorhang.

„Es waren schöne und erlebnisreiche Jahre, die wir in einer unveränderten Besetzung über eine lange Zeit bestreiten durften. Jetzt beträgt unser Altersdurchschnitt fast 74 Jahre. Aber wir befolgen eine goldene Regel, die im Sport und im Showgeschäft gilt: Tritt ab, wenn du den Höhepunkt erreicht hast“, erzählt Günter Hemp, Leiter und Spiritus Rector der „Lieben Alten“, schmunzelnd.

Als Kabarett gefunden hatte sich die Gruppe 2009, als Peter Balcke mit seiner Gitarre dazu gekommen war. Davor hatten Irene Kautz, Monika Rieker, Helma Neumann, Günter Hemp sowie – anfangs mit dabei – Gudrun Luther und Heiner Krüger als kleine Theatergruppe der Volkssolidarität literarische Programme erarbeitet. Aber mit Musik war das publikumswirksamere Kabarettspiel möglich. Gleich das erste Stück, „Wie das Leben so spielt“, aufgeführt Mitte Juni 2010, erwies sich als Volltreffer. Satirisch verarbeiteten die Akteure aktuelle Probleme der großen und kleinen Politik, fanden ihre Themen auf der Straße und hörten den Leuten zu. Das Gros der Texte stammte aus der Feder von Günter Hemp, der in Güstrow die Tradition des politischen Kabaretts mitbegründete und über Jahrzehnte pflegte. Im zweiten Programm „Teure Heimat, schwere Zeiten“ unternahm die Gruppe eine kabarettistische Reise durch Mecklenburg-Vorpommern und hängte mit „Teure Heimat, deine Pleiten“ gleich noch eine weitere Visite an. Im vierten und letzten Programm „Wir wurden verKOHLt, ganz unbeMERKELt“, Premiere war 2015, spannte das Seniorenkabarett einen Bogen über 25 Jahre deutsche Einheit.

In weit über 100 Vorstellungen erfreuten die betagten Akteure ihr Publikum. Meist traten sie vor Ortsgruppen der Volkssolidarität auf, aber begeisterten die Zuschauer auch in größeren Sälen, wie in der Rostocker Stadthalle. Nach dem Motto „Lachen ist die beste Medizin“ verschrieben die Fünf sich selbst und ihrem großen Fankreis die kabarettistische Therapie.

In ihrem letzten Auftritt, versichern die Akteure, werde kein Platz für Abschiedsschmerz und Traurigkeit sein. Vielmehr wollen die „Lieben Alten“ noch einmal alle Register ihres kabarettistischen Könnens ziehen und zu einem Fest der Satire und des Frohsinns einladen.

Kostenlose Karten für die Abschiedsvorstellung am 2. Juli gibt es bei City Sport in der Domstraße in Güstrow und im VS-Mehrgenerationenhaus in der Weinbergstraße.



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