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Güstrower Anzeiger

21. Oktober 2017 | 10:41 Uhr

vermisst : Letzte Spur im Paradiesweg

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Diana Ferch aus Stralsund wird seit drei Jahren vermisst / Detektiv hofft, dass Güstrower oder Krakower sich an die junge Frau erinnern

Diana Ferch wird immer noch vermisst. Vor knapp drei Jahren verschwand die junge Stralsunderin spurlos. Die SVZ berichtete am 9. Oktober 2012 über den rätselhaften Fall. Inzwischen gilt Güstrow als letzter Ort, an dem die damals 26-Jährige gesichert gesehen wurde. Das war am 27. Juni 2011. Ein späterer Hinweis, nach dem die Mutter eines jetzt neunjährigen Jungen möglicherweise in einem Wald- und Seengebiet bei Woserin/Zwenzow am Großen Labussee angetroffen worden sei, hatte möglicherweise in die Irre geführt.

Enrico Schwartz suchte gestern im Paradiesweg in Güstrow nach irgendeinem Hinweis auf Diana Ferch. Hier, das gilt für den Detektiv als sicher, verliert sich ihre Spur: „Das war am 27. Juni 2011 gegen 15.45 Uhr.“ Die junge Frau, mit 1,52m Körperhöhe und zierlicher Gestalt eher wie ein Mädchen wirkend, hatte sich Tage vorher von ihrer Familie, ihrem sechsjährigen Sohn und dessen Vater in Stralsund verabschiedet. Eine Art „Auszeit“ habe sie angeblich nehmen wollen – und sich auf die Reise begeben, mit unbekanntem Ziel. Über die Zwischenstation Rostock fuhr sie am 27. Juni 2011, einem Montag, mit dem Zug nach Güstrow. Da sie noch nie hier war, fragte sie nach dem Weg zum Schloss und fand einen älteren Mann als willkommenen Begleiter. Sie revanchierte sich und begleitete ihrerseits den Mann zum Bahnhof zurück. „Der sah noch, wie sie in den Paradiesweg ging“, berichtet Enrico Schwartz über das letzte Ergebnis polizeilicher Nachforschungen sowie Erkundungen des Ermittlerduos von der Berliner Detektei Elsner. Im Auftrag der Familie verfolgen die Detektive Diana Ferchs Schicksal.

Von einem „komplizierten Fall“ spricht Andreas Scholz vom Neubrandenburger Polizeipräsidium. Der Polizeisprecher verweist darauf, dass sich die junge Frau „aus freien Stücken“ aus ihrem familiären Umfeld entfernte. Als sie jedoch zur Schuleinführung des Sohnes nicht, wie angekündigt, erschien, meldeten die Angehörigen die 26-Jährige als vermisst. Die Kriminalpolizeiinspektion Anklam, wo sich Spezialisten mit solchen Fällen beschäftigen, hat bisher keinerlei Hinweise auf ein Verbrechen oder einen Unfall. Allerdings: Gegen eine „Selbstfindungsreise“ nach Indien oder dergleichen, wie auch kolportiert wird, spräche eine recht gute Beziehung zu ihrem Kind. Scholz: „Die Polizei schließt nichts aus.“

Eine Fernreise der Vermissten ist für die Detektive „abwegig“; sie habe definitiv gar keinen Reisepass. Schwartz: „Sie wollte sicherlich mal ,auslüften’. Für uns steht aber fest: Sie wollte nie weg.“ Vermutlich wollte sie von Güstrow weiter nach Krakow am See, denn sie habe ihren Begleiter nach dem Weg zum Luftkurort gefragt. Ob sie jemals dort angekommen ist? „Wir wissen es nicht“, sagt Enrico Schwartz. Der Detektiv setzt jetzt Hoffnung in die Öffentlichkeit: Können sich Güstrower oder Krakower an die junge Frau erinnern? Schwartz: „Sie war sehr auffällig, da sie, so klein, einen riesigen Rucksack (Marke Mammut) mit vollständiger Zeltausrüstung bei sich trug.“


 

Hinweise auf Diana Ferch oder mögliche Gegenstände der Vermissten bitte melden unter Tel. 030/67068105,

E-Mail maacrt.ers@gmail.com

oder an jede Polizeidienststelle

 

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