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Pogge-Tage : Leon spricht über moderne Tierhaltung

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Pogge-Tage in Lalendorf: Heute Treffen mit Nachfahren, morgen 11. Poggesymposium, Sonntag Exkursion

Pogge-Tage an der Schule Lalendorf. Traditionell kommen dazu heute Vormittag Nachfahren der Pogge-Familie mit Schülern und Lehrern ins Gespräch. „Diese Treffen haben etwas Authentisches. Aus berufenem Munde erfahren die Schüler viel über den Namensgeber der Schule, über die damaligen Zeiten und über die Leistungen des Landwirts Johann Pogge, der auf seinen Gütern in Roggow und Umgebung lebte und arbeitete“, sagt Schulleiter Ortwin Ackermann. Am Abend steht das traditionelle Sommerkonzert der Schule im Atrium auf dem Plan.

Wenn Leon Bülow an den Sonnabend denkt, beschleunigt sich der Puls des Schülers etwas. Der 16-Jährige wird im Rahmen des 11. Poggesymposiums seine Jahresarbeit „Moderne Tierhaltung in der Landwirtschaft von heute“ vorstellen. „Ich habe dazu im Agrar-Milchhof Raden und im Landhof Alt Sührkow recherchiert“, berichtet Leon. Der Zehntklässler hat feste Vorstellungen von seinem beruflichen Werdegang. Den an der Schule üblichen Praxislerntag verbrachte er in Raden und fand Gefallen an dem Beruf eines Landwirts. Nach den Prüfungen an der Schule wird Leon eine dreijährige Lehre mit Fachhochschulreife am Agrar-Milchhof Stiewe beginnen. Danach könnte er sich ein Studium vorstellen. „Ich arbeite gern mit Tieren und am liebsten an der frischen Luft“, sagt er.

Während seiner Jahresarbeit hat Leon Bülow auch die Probleme kennen gelernt, die Massentierhaltung in den Gemeinden mit sich bringt. „Oft stehen sich Tierproduzenten und Dorfbewohner unversöhnlich gegenüber. Die Fronten sind meist verhärtet, es gibt keine Kompromisse“, hat er festgestellt. Lösungen der Konflikte könne es aber nur geben, wenn sich die Kontrahenten auf die Positionen der jeweils anderen Partei einlassen und gemeinsam nach Wegen suchen, ist Leon überzeugt. Seine Jahresarbeit hat er für den Vortrag als Power-Point-Präsentation aufbereitet.


Exkursion endet im Tellower Thünenpark


Ein weiterer Höhepunkt des Symposiums wird die Vorstellung des von Reno Stutz herausgegebenen und im Schmidt-Römhild-Verlag erschienenen Buches „Erinnerungen der Louise Pogge“ sein. Schulleiter Ackermann liest gerade die um 1870 verfasste Schrift und ist begeistert. „Das ist lebendige Regionalgeschichte, die dazu beiträgt, heutige Zusammenhänge besser zu verstehen“, schwärmt er. Seine Überlegungen gehen dahin, die Lektüre gemeinsam mit Schülern zu lesen und so in der Erbepflege an der Johann-Pogge-Schule eine neue Qualität zu erreichen.

Jede Menge Authentizität gibt es am Sonntag, wenn ab 10 Uhr eine Exkursion in die Poggedörfer der Region beginnt. Erste Station wird Roggow, der Geburtsort Johann Pogges, sein. Die Gemeindevertretung von Lalendorf hat erst kürzlich beschlossen, die Fläche vor dem Gutshaus als „Pogge-Platz“ auszuweisen. Von da aus stehen die Dörfer Zierstorf, Bartelshagen, Warnkenhagen, Pölitz, Striesenow und Diekhof auf dem Exkursionsplan. Die Reise endet in der Thünen-Pogge-Begegnungsstätte in Tellow, wo die Teilnehmer des Symposiums Gelegenheit haben, am Fest im Thünenpark teilzunehmen.

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