„Pfad der Geschcihte“ : Lehrreiche und attraktive Tour durch die Gemeinde

Der Panzer in Lalendorf ist ein beliebter Treffpunkt für die Jugend. Bryan Klugmann, Leon Neske, Lea Celina Habel, Jamie Lee Fey und Marvin Dirk Spitzer (v. l.) diskutieren mit Bürgermeister Reinhard Knaack.
Der Panzer in Lalendorf ist ein beliebter Treffpunkt für die Jugend. Bryan Klugmann, Leon Neske, Lea Celina Habel, Jamie Lee Fey und Marvin Dirk Spitzer (v. l.) diskutieren mit Bürgermeister Reinhard Knaack.

Entdeckungsreise auf 45 Kilometer langem „Pfad der Geschichte“ in und rund um Lalendorf

svz.de von
03. März 2014, 06:00 Uhr

Attraktivster Anlaufpunkt auf dem zirka 45 Kilometer langen „Pfad der Geschichte“ der Gemeinde Lalendorf dürfte der Panzer sein. Bürgermeister Reinhard Knaack beobachtet oft, dass Autofahrer halt machen und dem T 34 einen Besuch abstatten. Auch Busse steuern Mecklenburg-Vorpommerns einziges erhalten gebliebenes Panzer-Denkmal gezielt an. Und der Lalendorfer Bryan Klugmann ist stolz darauf, dass das Kriegsgerät sogar eine Station in der virtuellen Schnitzeljagd Geocaching ist. „Ist ’ne coole Sache“, sagt der 17-Jährige.

Cool findet Reinhard Knaack heute noch, dass sich die Lalendorfer 1992 mit über 70 Prozent für den Erhalt des 1975 in Lalendorf aufgestellten Denkmals ausgesprochen haben. „Es ist ja nicht nur der Panzer. Zum Ensemble gehören auch ein Obelisk und ein Denkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege“, weiß der Bürgermeister. Und dieses Ensemble gehört ebenso zu dem vor zirka drei Jahren von Katharina Hoffstädt und Karsten Vick konzipierten „Pfad der Geschichte“.

„Der Rundweg, der zu einer Entdeckungsreise durch unsere Gemeinde einlädt, kommt bei Einheimischen und Touristen gut an“, bilanziert Knaack. Als Beleg für die Feststellung nennt er die große Nachfrage nach den ausliegenden Flyern und die Radler, die übers Jahr auf der Route anzutreffen sind. Zu jedem Saisonbeginn lädt auch die Gemeinde zu einer immer anderen Tour durch die zum Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See gehörende Region ein.

Längst hat der Bürgermeister seine Lieblingspunkte ausgemacht. „Von der Höhe zwischen Mamerow und Dersentin hat man einen fantastischen Blick auf die Landschaft. Man sieht die Schlieffenberger Kirche und sogar die Radarstation auf dem Schmooksberg“, sagt er. Als unbedingt empfehlenswert nennt er die Kirche von Lübsee mit ihrem Altar und dem neu entstandenen Gutshaus, das Vietgester Schloss mit seiner intakten Parkanlage oder das Ensemble von Wattmannshagen mit der ältesten Kirche in der Gemeinde und der restaurierten Pfarrscheune, heute eine Begegnungsstätte. Am Poggestein in Roggow mit seiner Inschrift „Arbeit führt zum Paradiese“ wurde eine Sitzgruppe geschaffen. Insgesamt 13 Schautafeln informieren über Geschichte und Menschen in der Region. Dass sich Vandalismusschäden in Grenzen halten, sieht Knaack als Zeichen dafür, dass der Pfad angenommen wird.

Geplant ist eine Erweiterung. Derzeit ist der Bürgermeister im Gespräch mit der Kirchgemeinde Reinshagen über Anschlüsse in Richtung Mierendorf/Kussow. „Eine Erweiterung wäre auch eine Aufwertung des derzeitigen ,Pfades der Geschichte’“ ist er überzeugt.




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen