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Feuerwehr Krakow am See : Lebo ist „Partner der Feuerwehren“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Wie Wirtschaft und freiwillige Wehren sich gegenseitig helfen können.

von
erstellt am 25.Apr.2017 | 12:00 Uhr

„Partner unserer Feuerwehren“ darf sich der Türzargenhersteller Lebo jetzt offiziell nennen. Der Krakower Wehrführer, Remo Schmecht, und Landesbrandmeister Hannes Möller überreichten dem Geschäftsführer des im Krakower Ortsteil Möllen ansässigen Betriebes, Jens Altenhenne, eine Urkunde des Landesfeuerwehrverbandes als Dankeschön und eine Plakette als äußeres Zeichen. Insgesamt drei Mitarbeiter des Lebo-Standortes sind Mitglieder freiwilliger Feuerwehren, zwei von ihnen haben nur gut einen Kilometer Weg zum Krakower Gerätehaus, falls sie zum Einsatz gerufen werden müssen. „Wenn Kameraden unserer Wehren vor Ort Arbeit haben und der Arbeitgeber ihren Einsatz problemlos gewährleistet, ist das für uns wichtig, weil das planbare Kräfte sind“, begrüßt Landesbrandmeister Möller bereitwilliges Engagement von Unternehmen auch über das Gesetz hinaus.

„Es gibt ja nicht mehr so viele Berufsfeuerwehren im Land, da ist es wichtig, dass die freiwilligen funktionieren. Die haben ja auch einen Vorteil: Sie kennen sich oft gut aus, wo sie zum Einsatz hin müssen“, weiß Jens Altenhenne als Geschäftsführer eines holzverarbeitenden Produktionsbetriebes um die Bedeutung einer nahen und stets einsatzbereiten Wehr. Da habe man natürlich ein besonderes, natürliches Interesse.

Hannes Möller möchte noch einen anderen Aspekt betonen: Zunehmend anspruchsvoller sei es unter dem Blickwinkel Demografie, Leute für die Feuerwehren zu rekrutieren. Er baue da auf eine zunehmende Heimatbezogenheit, die er bei jungen Menschen beobachte. Als einen Weg möchte Möller mit den Jugendwehren in die Firmen vor Ort gehen, somit dafür zu werben, sich seinen künftigen Arbeitsplatz in der Region zu suchen: „Wenn unsere Jugendlichen Azubis in unseren Betrieben sind, hilft das auch unseren Feuerwehren.“ Das würde auch Lebo helfen, eine Lücke zu schließen, befürwortet Jens Altenhenne solche Projekte. Die Firma habe unlängst „kräftig investiert“, liefere täglich rund 1000 Zargen aus und möchte von derzeit 75 Mitarbeitern auf 80 wachsen. Die erforderlichen Fachkräfte in der Region zu finden, gestalte sich jedoch als schwierig.

Vor größeren Problemen habe sein Betrieb bisher nicht gestanden, wenn die Krakower Sirene losgeht, sagt Altenhenne. Bürgermeister Wolfgang Geistert möchte das dennoch gewürdigt wissen: „Wir sind froh, wenn der Arbeitgeber Kameraden bereitwillig zum Einsatz gehen lässt und sind dankbar für jeden freigestellten Kameraden.“

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