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Leben und Werk eines großen Künstlers gewürdigt

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erstellt am 01.Okt.2010 | 08:00 Uhr

Güstrow | In seinen letzten Lebensjahren entzweite sich Ernst Barlach mit Güstrow und seinen Bürgern. Die Güstrower fanden den Künstler vom Inselsee eigenartig. Gestern Abend wurde dafür eine Art Wiedergutmachung geleistet - auch wenn es lange gedauert hat. Die Stadt verlieh Barlach, der zu den bedeutendsten Bildhauern des Expressionismus in Deutschland zählt, die Ehrenbürgerwürde. "Einen bewegenden Augenblick", nannte das Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt. "Heute ist ein glücklicher Tag für die Barlachstadt."

Aus Ratzeburg angereist waren zum gestrigen Festakt im Ausstellungsforum der Ernst-Barlach-Stiftung am Inselsee auch Teile der Familie Barlach. Stefanie Barlach, Urenkelin des Künstlers, ihre Schwester Sabine und ihre Mutter Birgit Barlach. Stellvertretend für ihren Urgroßvater nahm Stefanie Barlach die Ehrenbürgerurkunde entgegen. Anwesend bei der Verleihung waren auch Vertreter der Güstrower Partnerstädte Gryfice und Kronshagen. Und auch eine weitere Ehrenbürgerin Güstrows, Slata Kowalewskaja, gehörte zur großen Schar der Gäste.

Festredner Dr. Jürgen Fitschen, Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte im Schloss Gottorf, würdigte Leben und Werk Barlachs. "Jeder der sich heute mit figürlicher Bildhauerei befasst, kommt an Ernst Barlach nicht vorbei", so Fitschen. Er beglückwünschte die Stadt zu ihrer Entscheidung, Barlach zum Ehrenbürger zu machen

Die Güstrower Stadtvertreter hatten im April einstimmig beschlossen, dem Künstler posthum die Ehrenbürgerschaft zu verleihen. Er gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer des Expressionismus und ist heute weltweit anerkannt. Mit der Ehrung würdigt die Barlachstadt den Künstler und sein Werk, das Güstrow weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht hat.

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