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Brücke in Langhagen : Langhagen bekommt neue Brücke

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ersatzbau für maroden Viadukt 2018 bis 2020 geplant. Keine dauerhafte Vollsperrung vorgesehen.

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erstellt am 09.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang hat die Brücke in Langhagen den Verkehr der Landesstraße 11 über die Eisenbahnlinie getragen. 1963 erbaut, hat sie ausgedient. „Die Brückenklasse entspricht den heutigen Anforderungen“, teilt das seit zwei Jahren zuständige Straßenbauamt Stralsund auf SVZ-Anfrage mit. Wegen starker Schädigungen des Betongefüges müsse sie komplett ersetzt werden.

Die Vorplanungen waren bereits in Güstrow-Klueß angelaufen, als die vor Ort ansässige Behörde noch für die Landesstraßen zuständig war. Das Thema kam ausgerechnet zu dem Zeitpunkt auf, als die Ertüchtigung der Bahnlinie Berlin-Rostock zur ICE-Strecke in Langhagen abgeschlossen war. Der Haltepunkt Langhagen wurde 2013 wieder reaktiviert und neu gestaltet. Nur eins habe die Bahn nicht berücksichtigt: Für die ICE-Durchfahrt mit hoher Geschwindigkeit sei die Brücke jetzt zu eng – so lauteten Gerüchte, die vor drei Jahren die Runde machten. „Damit hat der Brückenbau gar nichts zu tun“, heißt es aus Stralsund jetzt bestimmt. Die Bahn selbst äußerte sich dazu gar nicht.

Los gehen mit dem Abriss der alten Brücke und dem Neubau soll es im Frühjahr 2018. Noch seien die erforderlichen finanziellen Mittel nicht bewilligt, auch stünde die Baugenehmigung noch aus. Doch wie gebaut wird und wie der Verkehr in dieser Zeit geregelt wird, stehe weitgehend bereits fest, gibt Manfred Borowy, Dezernent Straßenbau im Straßenbauamt Stralsund, Auskunft. Demnach soll der Ersatzbau nördlich der jetzigen Brücke, also ortseinwärts führend links, errichtet werden. Der Verkehr während der Bauzeit werde im Wesentlichen über die alte Brücke fließen. Eine Vollsperrung soll es nicht geben. Sollte das doch kurzfristig mal erforderlich sein, etwa aus technologischen Gründen oder zur Sicherheit, werde man frühzeitig darüber informieren.

Noch ungeklärt: Lampen für den Bürgersteig


Die neue Brücke werde ausgelegt sein für 40 Tonnen Tragfähigkeit und somit genauso wie die jetzige. Und sie soll einen Gehweg bekommen. Diskussionsbedarf gibt es noch zu Details, macht Bürgermeister Reinhard Knaack nach den bisherigen Gesprächen mit dem Straßenbauamt deutlich. So soll der Bürgersteig, zur Fahrbahn hin mit Leitplanken versehen, nach dem Willen der Gemeinde auch eine Beleuchtung bekommen. Diese aber würde nicht durch das Straßenbauamt bezahlt werden, habe Knaack schon erfahren. Knaack: „Wir müssen jetzt sehen, was das kostet und wovon wir das bezahlen wollen. Dann ist zu klären, ob der Einbau der Lampen schon während der Bauphase möglich ist.“ Davon abgesehen, koste der Brückenneubau die Gemeinde nichts.

Mit einer Ampelregelung für den Verkehr über die alte Brücke in der Bauzeit zeigt Knaack sich erleichtert. „Darüber bin ich sehr froh, das ist für uns alle eine zufriedenstellende Lösung“, betont der Bürgermeister. Und wenn dann doch mal zwischendurch eine Vollsperrung für einige Tage notwendig werde, könnten „wir alle damit leben“. Im Jahr 2020 – so plant Straßenbauamt-Dezernent Borowy – sollten die Baumaßnahmen abgeschlossen sein.

 

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