Güstrower Jahrbuch 2015 : Lange vergessene Güstrower im Fokus

Seit 13 Jahren ist Friederike Neubert für die Herausgabe des Güstrower Jahrbuchs verantwortlich. Gestern präsentierte sie das neue Jahrbuch im Bürgerhaus.
Seit 13 Jahren ist Friederike Neubert für die Herausgabe des Güstrower Jahrbuchs verantwortlich. Gestern präsentierte sie das neue Jahrbuch im Bürgerhaus.

Güstrower Jahrbuch 2015 erschienen / Gestern Präsentation im Bürgerhaus

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27. November 2014, 05:00 Uhr

„Mit Geschichten Geschichte erzählen“ – unter diesem Motto macht sich Friederike Neubert jedes Jahr erneut daran, das Güstrower Jahrbuch herauszugeben. Gestern Abend präsentierte sie im Bürgerhaus das Jahrbuch 2015 – es ist bereits das 23. in Folge. An dem 328 Seiten starken Werk haben 65 Autoren mitgewirkt, die insgesamt 70 Beiträge geschrieben haben.


Entwicklung der Stadt festhalten


„Wir blicken zurück und voraus, erzählen Dinge über Güstrower und Güstrow, die so noch nicht erzählt worden sind, und versuchen so die Entwicklung der Stadt festzuhalten“, fasst Friederike Neubert den Sinn der Güstrower Jahrbücher zusammen. Dabei sollen auch immer wieder Güstrower in den Mittelpunkt gerückt werden, die nicht mehr im Gedächtnis sind. „‚Da einige irgendwann Güstrow verlassen und andernorts oder in anderen Ländern sehr erfolgreich gewirkt haben, sind sie hier vor Ort dann zeitweilig in Vergessenheit geraten“, sagt die Herausgeberin. So z.B. der Güstrower Christian Geist (1640 bis 1711), der in Dänemark ein bekannter Orgelkomponist war, von dem in Güstrow selbst aber kaum jemand je gehört hat. Oder auch der gebürtige Güstrower Otto Kröplin (1890 bis 1968), der das Wismarer Heimatmuseum begründete. Beide werden im neuen Jahrbuch gewürdigt.

Viele bekannte Autoren sind wieder vertreten, so z.B. Ulrich Schirow und Behrend Böckmann, die regelmäßig für die SVZ schreiben, oder auch Klaus-Jürgen Schlettwein, Gisela Scheithauer, Winfried Holzlehner und Benno Pubanz. Die aus unserer Zeitung bekannten Journalisten Sieglinde Seidel und Christian Menzel sind ebenfalls mit Beiträgen dabei. „Erfreulich ist zudem, dass wieder sehr junge Autoren mitgewirkt haben“, sagt Friederike Neubert. So Caroline Halwas (Mitglied der Klecks-Redaktion der SVZ) und ganz neu Johanna Sophia Kopp, beide vom Brinckmangymnasium. „Aber auch für die Beiträge von Güstrower Unternehmen und Vereinen übernehmen immer häufiger junge Mitarbeiter das Schreiben“, hat die Herausgeberin festgestellt.

Einen gewissen inhaltlichen Schwerpunkt bilden in diesem Jahrbuch Beiträge über die Schulentwicklung in der Stadt. Da geht es um die Entwicklung des Schulwesens im Allgemeinen aber auch um die dazu erforderlichen baulichen Voraussetzungen – von der Armenfreischule zur Volksschule bis schließlich in diesem Jahr zur Fertigstellung der Domschule als Haus 3 des John-Brinckman-Gymnasiums. „Besonders deutlich wird die Entwicklung des Schulwesens am konkreten Beitrag über die Baugeschichte der Richard-Wossidlo-Schule in Güstrow“, sagt Friederike Neubert.

Das Güstrower Jahrbuch 2015 ist ab heute überall im Buchhandel erhältlich. Das Titelbild zeigt übrigens ein Ölgemälde des Güstrower Malers Dieter Dräger, ein winterlicher Blick vom Rosengarten auf die Pfarrkirche. Mehr zu Dieter Dräger erfährt man im Beitrag von Christian Menzel „Ein Maler, der alle Jahreszeiten liebt“.




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